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	<title>Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk Archive - Manuscriptum</title>
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	<title>Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk Archive - Manuscriptum</title>
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	<item>
		<title>Die Entdeckung einer wenig bekannten Kulturlandschaft.</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-entdeckung-einer-wenig-bekannten-kulturlandschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Aug 2024 11:51:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feldweg, Waldgang: Verortungen]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
		<category><![CDATA[Was war? Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andrew Stüve hat ein liebevolles Portrait seiner Heimat geschrieben: Mecklenburg. Wir haben ihn nach seinen Beweggründen gefragt. Was verbindet Sie persönlich mit Mecklenburg? Mecklenburg ist &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-entdeckung-einer-wenig-bekannten-kulturlandschaft/">Die Entdeckung einer wenig bekannten Kulturlandschaft.</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/stueve_andrew_heller.jpg" alt="" class="wp-image-2591" style="aspect-ratio:0.7338551859099804;object-fit:cover;width:364px;height:auto"/></figure></div>


<p><em>Andrew Stüve hat ein liebevolles Portrait seiner Heimat geschrieben: Mecklenburg. Wir haben ihn nach seinen Beweggründen gefragt.</em></p>



<p><strong>Was verbindet Sie persönlich mit Mecklenburg?</strong></p>



<p>Mecklenburg ist meine Heimat, wie bereits die meiner Eltern und Großeltern. Durch den Umstand, dass ich meine Kindheit und ebenso die Jugend hier zubrachte, wurden mir Land und Leute zunächst zu einer Selbstverständlichkeit, wie alles, womit wir organisch verwachsen. Erst später stieg nach dem Verlassen des vertrauten Bodens meiner Vaterstadt Schwerin, sowohl durch die Distanz und die mit ihr verbundene Einsicht, dass zu einer Landschaft nicht notwendigerweise Seen gehören müssen, als auch durch die gewöhnlichen Reifungsprozesse die Wertschätzung meiner Heimat, deren natürliche Schönheit und Reichtümer mir stetig näher und lieber wurden. Als einen der großen Schätze Mecklenburgs erkannte ich auch endlich seinen kernigen und herzlichen Menschenschlag. Mittlerweile wieder zurückgekehrt, darf ich heute mit meiner Familie die Festtagsruhe des mecklenburgischen Landlebens genießen.<br><strong><br>Warum schreibt man heute noch ein Buch über eine Kulturlandschaft wie Mecklenburg? Was sind für Sie die Früchte solcher „Heimatforschung“?</strong></p>



<p>Beim Verfassen der vorliegenden Arbeit dachte ich glücklicherweise nicht recht an Früchte oder sonstige Zugewinne. Über die Zeit kleinerer privater Studien hinweg wuchs in mir das Bedürfnis, die mir selbst bis dahin völlig unbekannte Geschichte meiner Heimat zu ergründen; die allgemeine nachsichtige Geringschätzung der Kultur Mecklenburgs gab mir zudem den Anreiz, dessen Schätze einmal zusammenzutragen und auszustellen. Da mir eine rein historische Abhandlung zu dröge erschien, stellte ich mit den Eindrücken aus unserer landeseigenen Literatur, einiger Erholungsreisen in verschiedene Landesteile Mecklenburgs und dem persönlichen Austausch mit den Bewohnern ein Länderportrait zusammen, das den Landescharakter offenlegen soll. So fielen gewissermaßen die Früchte zunächst in den eigenen Korb, ich darf jedoch hoffen, dass meine Landsleute und auch Fremde Appetit bekommen und sich an diesem bedienen mögen.<br><strong><br>Der Geist des „alten Mecklenburg“: Ist er auch heutzutage noch lebendig?</strong></p>



<p>Mecklenburg hat sich seit einigen Jahrzehnten stark herausgeputzt und ist äußerlich auch in mancher Hinsicht dem Modernisierungsdrang unterlegen, man sieht es vor allem an den bedeutenden Landstädten. Durchaus finden sich allerdings noch heute jene Merkmale, die schon das alte Mecklenburg gekennzeichnet haben. Im Volke leben noch manche alten Wesenszüge fort, genannt seien beispielsweise die Achtung vor Stand, Beruf und Abkunft, der Respekt vor Besitz und die Anerkennung der Verantwortung, welche dieser mit sich bringt; das dumme Neid-Ressentiment hingegen, hat hier bis heute nie Fuß fassen können. Gegenüber Politik und Obrigkeit besteht noch heute eine weit verbreitete Gleichgültigkeit, wie sie bereits zu Zeiten des Ständestaats im Volke existierte, was Rebellion aber ebenso Komplizenschaft weitgehend ausschließt. Auch der natürliche Instinkt zur Familie hat sich hier, trotz der modernen Hemmnisse des unsäglichen Scheidungs- und Sorgerechts und der enthemmten Liberalisierung des Einzelnen, landläufig erhalten und wird hoffentlich auch die weiteren gesellschaftlichen Experimente überstehen. Die alte norddeutsche, in sich gekehrte Frömmigkeit von einst ist allerdings stark säkularisiert worden, was jedoch kein landestypisches, sondern ein allgemeines Phänomen, insbesondere im deutschen Osten ist.<br><strong><br>Wie muss man sich den „typischen Mecklenburger“ vorstellen?</strong></p>



<p>Was den typischen Mecklenburger betrifft, lässt es sich leicht auf die Werke unseres Fritz Reuters und auf all die Jochen Nüßlers, Müller Voss oder Karl Havermanns verweisen, die man noch heute im Volke antrifft, aber ich möchte mich um eine treffende Antwort aus eigener Anschauung bemühen. Es liegt eine wohltuende, ungeschliffene Art in seinem Auftritt und ein gesundes Misstrauen gegenüber den großen Worten und abstrakten Begriffen ist in ihm wachsam. Er ist von einer eigentümlichen Unbekümmertheit der kommenden Dinge gegenüber erfüllt. Das Gefühl ist ihm sehr kostbar und er trägt es daher nicht leichtsinnig nach außen. Ärger und Wut sind impulsiv und daher genauso rasch vorüber, wie sie aufgestiegen sind. Sein Witz ist derbe, sein Humor schallend und stets geistvoll genug, um auch die Geistesmenschen brechen zu können. Man erlebt ihn eher in fröhlicher Geschwätzigkeit als in anstrengender Mitteilsamkeit.<br><strong><br>Wenn man Mecklenburg näher kennenlernen möchte: Wo fährt man hin? </strong><br><br>Wenn Sie das Meer bevorzugen, dann besuchen Sie unbedingt die Gegend um Doberan, Kühlungsborn und Heiligendamm, sofern Sie sich vom Massentourismus nicht abschrecken lassen. Sie genießen dann beste Strände, den bedeutendsten Kirchenbau des Landes und liebevolle Städtchen in Küstennähe. Wenn Sie für Wanderungen sind, dann kann ich Ihnen die Schweiz empfehlen, zwischen Teterow und Stavenhagen finden Sie überall beste Landschaften dazu, die mit alten Herrenhäusern gespickt sind. Drittens wären da noch die Seenlandschaften, vorzüglich in und um Schwerin oder aber von der Müritz bis zum Plauer See, wo sich Ausflüge auf dem Wasser nach jedem Geschmack machen lassen und die Orte günstige Unterkünfte in bester Lage bieten.</p>



<p><strong>Wir danken für das Gespräch!</strong></p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/die-seele-mecklenburgs.html"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="382" height="602" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/die-seele-mecklenburgs-manuscriptum.jpg" alt="" class="wp-image-2596 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/die-seele-mecklenburgs-manuscriptum.jpg 382w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/die-seele-mecklenburgs-manuscriptum-190x300.jpg 190w" sizes="(max-width: 382px) 100vw, 382px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Andrew Stüve: Die Seele Mecklenburgs.</h2>



<p>Eine lustvolle Wanderung durch Geschichte, Gepräge und Gemüt des alten Landes Mecklenburg und seiner Bevölkerung von der Zeit der Wenden, der Besiedlung durch Deutsche und dem Wirken der Hanse über den Dreißigjährigen Krieg und den Ständestaat bis in unsere Zeit. Stüves Streifzüge durch Hügelweiden, Seenplatten und entlang der Ostseeküste eröffnen tiefe Einblicke in Kultur und Lebensart vom Landmann bis zum Landadel. Daneben veranschaulichen auch Charakterisierungen der Städte und ihrer Bürger das Wirken der bedeutendsten Mecklenburger. Durch zahlreiche Abbildungen und literarische Zeugnisse von Zeitgenossen aller Jahrhunderte entsteht vor dem Leser das satte und heitere Bild einer bislang nur wenig bekannten deutschen Kulturlandschaft.&nbsp;</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Fritz Reuter: Das Leben auf dem Lande</h2>



<p>Ut mine Stromtid</p>



<p>Fritz Reuters (1810-1874) Jugend und Studienzeit war geprägt von Konflikten. Weder war er ein guter Schüler, noch entsprach er den Erwartungen seines Vaters. Als dann auch noch sein Feuer für die Republik entbrannte, geriet er ins Visier des Staates. Als Student der Rechte wurde er nach dem Hambacher Fest 1833 in Berlin verhaftet und 1836 wegen Mitgliedschaft in einer als revolutionär eingestuften Jenaer Burschenschaft zum Tode verurteilt. Die DDR trieb einigen Aufwand, um Reuter in die Ahnengalerie prokommunistischer Geister aufzunehmen. Von König Friedrich Wilhelm III. zu dreißigjähriger Festungshaft begnadigt, kam Reuter aufgrund einer Amnestie nach sieben Jahren frei. Es folgte der solide Teil seines Lebens und der Durchbruch als Autor. Seine Zeit als Landwirtschaftseleve („Strome“) auf Mecklenburgischen Gütern, die ihn nach seiner Kerkerzeit und abgebrochenem Studium in eine bürgerliche Existenz zurückführte, schilderte er in seinem in Mecklenburger Platt geschriebenen Hauptwerk&nbsp;<em>Ut mine Stromtid</em>&nbsp;breit, farbig und temperamentvoll &#8211; einschließlich des unvergleichlichen »Entspekters«, ein ungeschulter, aber hochphilosophischer Kopf, lebensklug, weltweise und zu den herrlichsten Sprachschöpfungen beflügelt. Reuter gibt einen &#8211; oft auch kritischen &#8211; Einblick in das Alltagsleben der Landbewohner Mecklenburgs um 1850.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Andrew Stüve: Schwarz und Weiß</h2>



<p>Eine preußische Geistesgeschichte</p>



<p>1947 wurde der Staat Preußen von den vier Besatzungsmächten aufgelöst. „Und gewiß&#8220;, schrieb Hans-Joachim Schoeps, „das alte Preußen, wie es einmal war, ist tot, aber nicht der klassische preußische Geist.&#8220; Doch wo sind sie, die einstigen Tugenden des Ordnungsgeistes, Pflichtgefühls und der Opferbereitschaft? Mögen sie auch verschüttet, verzerrt und diskreditiert sein, erinnert der Autor jenseits der Klischees vom „Alten Fritz“ an dieses wertvolle preußische Erbe &#8211; in vier Porträts zeichnet er das Bild der berühmten Gestalten Moltke, Fichte, Blücher und Hegel, und arbeitet die typisch preußischen Züge im Handeln und Denken dieser Militärstrategen und Philosophen heraus. Sein Buch wird so zum Plädoyer für eine sittlich-mentale Renaissance: Denn gerade von diesem Erbe, von der Erneuerung der Idee Preußen kann auch eine revitalisierende Kraft für Deutschland ausgehen, in dem Hysterie, Verantwortungslosigkeit und Selbstsucht an der Tagesordnung sind.</p>



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<p></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Rom-Idee als treibende Kraft der abendländischen Entwicklung.</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-rom-idee-als-treibende-kraft-der-abendlaendischen-entwicklung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2024 07:35:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feldweg, Waldgang: Verortungen]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
		<category><![CDATA[Was war? Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neue Buch von Dr. Frank Lisson, »Rom im Banne deutscher Identität« , folgt der Entwicklung der Rom-Idee im Abendland und stellt ihren Einfluß insbesondere &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-rom-idee-als-treibende-kraft-der-abendlaendischen-entwicklung/">Die Rom-Idee als treibende Kraft der abendländischen Entwicklung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/435x627_lisson.jpg" alt="" class="wp-image-2571" style="aspect-ratio:0.7338551859099804;object-fit:cover;width:364px;height:auto"/></figure></div>


<p><em>Das neue Buch von Dr. Frank Lisson, »Rom im Banne deutscher Identität« , folgt der Entwicklung der Rom-Idee im Abendland und stellt ihren Einfluß insbesondere auf die deutsche Geschichte dar. Der Hang der Deutschen zur Latinität war zwar zunächst an die kirchliche Überlieferung gebunden, spätestens aber mit Aufblühen des Humanismus in Deutschland immer stärker an einem römisch-heidnisch-antiken Bezugsrahmen ausgerichtet.</em> <em>Dr. Lisson beleuchtet Gründe und Folgen davon und zeigt in seiner fulminanten Studie, dass wir auch heute noch an die ethnische und geistige Substanz unserer geschichtlichen Tradition anknüpfen können.</em></p>



<p><strong>Lieber Dr. Lisson, nach Ihrer voluminösen Studie <em>Griechentum und deutscher Geist</em> haben Sie nun eine Art Ergänzung oder Erweiterung vorgelegt, die das deutsche Verhältnis zum Römertum betrifft. Warum erschien Ihnen das notwendig?</strong></p>



<p>Wer die verhängnisvolle Entwicklung des Abendlandes samt dessen heutigen Auflösungsbestrebungen verstehen will, muss bei der Frage nach der Beschaffenheit der geistigen Grundlagen dieser Kultur ansetzen. Und tatsächlich enthält besonders die deutsche Antikenrezeption eine Menge Hinweise auf das von Anfang an gestörte Verhältnis der postantiken Europäer zu sich selber; Ansätze zur Erklärung der kulturellen Dauermisere mit allen ihren politischen Folgen nach 1900, die bisher kaum beachtet worden sind. Neben dem aufschlussreichen Phänomen der deutschen Sehnsucht nach Hellas, spielt die kulturelle Abhängigkeit von Rom für die Tragik der »deutschen Seele« eine ebenso schwerwiegende Rolle wie die religiöse Abhängigkeit vom Judentum: ein Aspekt, den ich in einem dritten Teil, <em>Abendland und Orient</em>, als Abschluss jener deutsch-europäischer Herkunftsproblematik zu erhellen versuche. Denn die kulturellen Fundamente, auf denen das Abendland und die deutsche Bildung basierten: Judentum, Römertum, Griechentum, waren nicht nur aufgrund ihres »Adoptionsverhältnisses« von Beginn an extrem brüchig. Dieser komplizierte Bau brach bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in sich zusammen und löste dadurch jene geistigen Eruptionen aus, die in die heutige Selbstauflösungsmentalität geführt haben. &nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Wie schon im <em>Griechentum</em> haben Sie nun auch im Rom-Buch tiefe Einblicke in die Bemühungen der deutschen Altertumswissenschaft um Identitätsbildung gewährt und dabei anhand reichhaltigen, zumeist kaum bekannten Quellenmaterials zugleich das Scheitern dieser Bemühungen aufgezeigt. Wie erklären Sie sich, dass trotz der vielen gewichtigen Gedanken, die beide Bücher enthalten, das <em>Griechentum</em> bisher quasi ohne Resonanz geblieben ist?&nbsp;</strong></p>



<p>Zum einen liegt das sicher daran, dass Bücher, die in »alternativen« Verlagen erscheinen, auch nur von »alternativen« Medien wahrgenommen werden, wo jedoch leider oft das Interesse an kulturpsychologischen Hintergrundanalysen, vielleicht auch die nötige Kennerschaft fehlt. Es ist freilich sehr zu bedauern, dass selbst in konservativen Kreisen die Bereitschaft stark geschwunden zu sein scheint, sich mit substantiellen Fragen der deutschen Bildungs- und Kulturgenese gründlicher auseinanderzusetzen. Dadurch wird es umso schwieriger zu verstehen, <em>was </em>in solchen Büchern überhaupt gesagt wird und welche Not dazu geführt hat, sie zu schreiben.&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Im Rom-Buch stellen Sie viel mehr Gegenwartsbezüge her als im <em>Griechentum</em>, wodurch das Buch in seinen Aussagen »aktueller« erscheint.</strong></p>



<p>Ja, im <em>Griechentum</em> findet sich vorrangig der Zeitraum zwischen 1760 und 1860 behandelt, also die Phase der eigentlichen deutschen »Gräkomanie« in ihrer ganzen Intensität, die, so plötzlich sie begonnen hatte, auch wieder erlosch. Der Rom-Gedanke greift dagegen viel weiter in die deutsche Geschichte, da er nicht nur (wie die Liebe zu Hellas) die Bildung erfasste, sondern über das Lateinische als Kirchen- und Wissenschaftssprache, aber auch als <em>Translatio imperii</em> deutlicher im Gesamtbewusstsein verankert war. Darum hat er sich auch als verhängnisvoller erwiesen. Roms stellte das Zentrum des Christentums dar, die neuhumanistische Begeisterung für Hellas gewissermaßen das Gegenstück dazu. Als Reaktion auf Rom war der Protestantismus entstanden, also der Antrieb zur deutschen Philosophie und Philologie, den beiden großen »Unruhestiftern«, schließlich auch Desillusionierern und damit Wegbereitern in den übermodernen Nihilismus.&nbsp; &nbsp;</p>



<p><strong>Woran liegt es, dass die einstige überragende Bedeutung des Altertums für die deutsche Bildung und Kultur aus dem allgemeinen Bewusstsein so gut wie verschwunden ist?</strong> <br><br>Das hängt sicher mit der Verdichtung der Zeiterfahrung und dem Ereignisreichtum des 20. Jahrhunderts zusammen. Da die digitale Informationsflut niemand verkraften kann, will jeder alles sofort wissen, sich aber nichts selber erarbeiten. Oft fehlt es schlicht an Konzentrationsvermögen, aber auch an Neugier. Man beschränkt sich darauf, vor allem das zu erfahren, was man ohnehin schon weiß. Und wenn dies auch noch mundgerecht und pikant gewürzt serviert wird – umso besser. Die Beschäftigung mit den großen kulturgeschichtlichen Hintergründen erfordert dagegen Geduld und führt zu weit vom Tagesgeschehen weg, das in sich schon komplex genug ist. Selbst für die meisten Konservativen hat ein Traditionsbruch stattgefunden: größere Zusammenhänge interessieren dort am wenigsten, wo sie zu unerwünschten Ergebnissen führen könnten. Dabei vergisst man gern, dass die deutsche Altertumswissenschaft und Philologie die Herzstücke jener deutschen Bildung waren, der man heute so oft nachtrauert. Doch wer die Reste des Abendlandes schützen will, sollte wissen, woran es zugrunde gegangen ist.</p>



<p><strong>Wir danken für das Gespräch!</strong></p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/rom-im-banne-deutscher-identitaet.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="703" height="1024" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/m_240627_Lisson-Rom-Einband-Druckvorlage-703x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2579 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/m_240627_Lisson-Rom-Einband-Druckvorlage-703x1024.jpg 703w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/m_240627_Lisson-Rom-Einband-Druckvorlage-206x300.jpg 206w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/m_240627_Lisson-Rom-Einband-Druckvorlage-768x1119.jpg 768w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/m_240627_Lisson-Rom-Einband-Druckvorlage-1054x1536.jpg 1054w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/m_240627_Lisson-Rom-Einband-Druckvorlage-1405x2048.jpg 1405w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/m_240627_Lisson-Rom-Einband-Druckvorlage-scaled.jpg 1756w" sizes="auto, (max-width: 703px) 100vw, 703px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Frank Lisson: Rom im Banne deutscher Identität</h2>



<p>Geschichte eines Verhängnisses.</p>



<p>Das Buch folgt der Rom-Idee in ihrem Werdegang. Fast sämtliche der herausragenden deutschen Geistesmenschen zwischen 1750 und 1900 strebten nach der Größe einer Existenzform, die ihnen zufolge jenseits abendländischer Verbundenheiten und Herkunftslinien lag, nämlich in einem Land, das mit der »Seele« zu suchen sei, wo es »ganz anders« zuging als im »modernen« Europa, wo also nicht nur die vermeintliche »edle Einfalt und stille Größe« herrschten, sondern auch und vor allem die Vornehmheit unverdorbener Mentalität, wie sie nur in antiken, griechisch-römischen Vergangenheiten sichtbar geworden sei.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Frank Lisson: Griechentum und deutscher Geist</h2>



<p>Anatomie einer Sehnsucht.</p>



<p>Ab dem 18. Jahrhundert wurde unter deutschen Neuhumanisten die Idee zur Forderung erhoben, daß es einen höheren menschlichen Sinn jenseits des bloß Utilitaristischen und Opportunen geben müsse. Und man meinte, daß diese Forderung oberste pädagogische Priorität zu genießen habe. Darin bestand die vielleicht bedeutendste deutsche Mission zum Wohle Europas, die freilich von vornherein zum Scheitern verurteilt war.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Frank Lisson: Die Natur der Dinge</h2>



<p>Über das Wesentliche.</p>



<p>Was weiß der Mensch über den Menschen? Was weiß Natur über sich selber? Was wissen die Dinge voneinander? &#8211; Wo die Welt für den Menschen bloß die Kulisse seiner Bedürfnisse und Phantasien abbildet, sie für ihn vor allem der Schauplatz seiner eigenen Überlebensstrategien und der Aufenthaltsort zum Ausleben primärer Instinkte ist, erscheint es umso notwendiger, einmal rigoros nach der Natur der Dinge zu fragen.</p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/mythos-mensch.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="252" height="404" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/250x402_mhytos-mensch_mit_Rahmen-1.jpg" alt="" class="wp-image-2576 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/250x402_mhytos-mensch_mit_Rahmen-1.jpg 252w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/08/250x402_mhytos-mensch_mit_Rahmen-1-187x300.jpg 187w" sizes="auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Frank Lisson: Mythos Mensch</h2>



<p>Eine Anthropodizee.</p>



<p>Jeder Mensch ist in sich selber ein einziger geschlossener Mythos. Und folglich ist er es auch allen anderen. Die Welt stellt sich ihm dar als eine große, alles Mögliche umfassende Erzählung, worin seine Individualität gar nicht vorkommt, weshalb er sich in das große Weltgedicht erst selbst hineinerzählen muss &#8211; und die Fabeln seiner Schöpfung gleich mit. Durch den Willen zur Mythologie wurde der Mensch zugleich das Produkt seiner Mythen; eine Verbindung, die sich immer fester knüpfte, je mehr der Mensch in seinen Geschichten vom Menschen aufging. Denn das Erzählen der Welt fängt die Welt nicht ein, sondern bildet sie nur ab &#8211; und sieht ihr hinterher.&nbsp;</p>



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<p></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-rom-idee-als-treibende-kraft-der-abendlaendischen-entwicklung/">Die Rom-Idee als treibende Kraft der abendländischen Entwicklung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Schule der Abwegigkeit gegen die Sinnbegradigung des Lebens.</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-schule-der-abwegigkeit-gegen-die-sinnbegradigung-des-lebens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2024 14:09:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feldweg, Waldgang: Verortungen]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In seinen vorangegangenen Büchern hat Michael Esders das politische „Sprachregime“ der Gegenwart entschlüsselt und den Abgrund einer Gesellschaft „Ohne Bestand“ ausgelotet. Jetzt wendet er sich &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-schule-der-abwegigkeit-gegen-die-sinnbegradigung-des-lebens/">Die Schule der Abwegigkeit gegen die Sinnbegradigung des Lebens.</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="712" height="1068" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/Esders.png" alt="" class="wp-image-2534" style="aspect-ratio:0.7338551859099804;object-fit:cover;width:448px;height:auto" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/Esders.png 712w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/Esders-200x300.png 200w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/Esders-683x1024.png 683w" sizes="auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px" /></figure></div>


<p><em>In seinen vorangegangenen Büchern hat Michael Esders das politische „Sprachregime“ der Gegenwart entschlüsselt und den Abgrund einer Gesellschaft „Ohne Bestand“ ausgelotet. Jetzt wendet er sich in „Einhundert Expeditionen ins Eigene“ der Erfahrungs- und Wörterwelt seiner Kindheit zu. Wir sprachen mit ihm über sein neues Buch – und über den anarchischen Minimalismus der Kindheit.</em></p>



<p><strong>Lieber Herr Esders</strong>, <strong>wer „Tapetenbewohner“ aufschlägt, bemerkt sofort, dass das Buch sich von den Vorgängern unterscheidet. Es fehlen Fußnoten, Literaturhinweise und Zitate. Es gibt keine Kapitel, sondern 100 kurze Abschnitte, die sich zum Teil wie Geschichten lesen und einen kindlichen Blick aneignen. Auch der Titel fällt aus dem Rahmen und gibt zunächst einmal Rätsel auf. Warum ist dieses Buch „anders“ geworden?&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Das Buch unterscheidet sich schon dadurch, dass das „Ich“ in besonderer Weise präsent ist. Es geht um meine Kindheit in der norddeutschen Provinz in den späten Siebziger- und beginnenden Achtzigerjahren. Aber es ist keine Autobiografie im klassischen Sinn. Ich wollte einen Aspekt herausarbeiten, der exemplarisch für die Kindheit in dieser Zeit ist. In vielem war sie noch ganz analog und hat sich zwischen Räuber-und-Gendarm, Schnitzeljagd und Völkerball abgespielt. Aber gleichzeitig kündigten sich die digitalen „Undinge“ in den ersten Atari-Computerspielen bereits an. Die greifbare, handfeste Wirklichkeit wurde von der Realität der Bildschirme und Displays verdrängt und begann sich zu verflüchtigen. Deshalb spanne ich den Bogen von den Mustern auf der Kinderzimmertapete, die sich im Dämmerlicht in Bewegung setzen, den „Tapetenbewohnern“, bis zu Pac-Man, den ich wenige Jahre später mit dem Joystick durch virtuelle Labyrinthe navigiere. Dieses analog-digitale Nebeneinander in der Kindheit um 1980 hat mich besonders interessiert. Hier lag es nahe, aus den eigenen Erfahrungen und Erinnerungen zu schöpfen.</p>



<p>Darüber hinaus gibt es einen stilistischen Unterschied: Die 100 Texte oder „Expeditionen“ in diesem Band sind eher erzählerisch als essayistisch-theoretisch angelegt wie die Bücher davor. Dies ist ein gewisser Bruch der Erwartungshaltung, aber ich würde keine grundsätzliche Zäsur sehen. Eher nähere ich mich den Themen, die mich seit Jahrzehnten beschäftigen, von einer anderen, spielerischen Seite.</p>



<p><strong>Sprache ist ein Thema, das schon lange im Zentrum Ihres Interesses steht. Auch in „Tapetenbewohner“ gehen viele Texte von Spracherfahrungen aus – angefangen beim ersten Wort „Da“, das den Dingen wie ein „Lautlasso“ entgegengeschleudert wird. Inwiefern ermöglicht die Kindheit einen neuen Blick auf die Sprache? &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>In „Sprachregime“ und auch „Ohne Bestand“ habe ich die Kanalisierung des Denkens durch Sprache untersucht. In „Tapetenbewohner“ wende ich mich der anarchischen und subversiven Seite der Sprache zu, die vor allem in der Kindheit zum Vorschein kommt. Die Welt erschließt sich über die Wörter, und zwar paradoxerweise auch und gerade in den Missverständnissen und Fehldeutungen. Die Kindheitswörter führen oft auf falsche Fährten, aber gerade dort sind Entdeckungen möglich, die auf den „Hauptstraßen“ ausgeschlossen sind. Ich fragte mich zum Beispiel, warum Lottozahlen „ohne Gewehr“ galten und malte mir aus, wie es wäre, wenn sie eines Tages ausnahmsweise „mit Gewehr“ gezogen werden würden und Waffen zum Vorschein kämen. 1977, im Jahr der Entführung und Ermordung Hanns Martin Schleyers durch die RAF, war viel von „Terroristen“ die Rede. Als ich mit meinen Eltern auf einer Reise in Süddeutschland unterwegs war, fürchtete ich mich vor den „Touristen“, weil der Gleichklang zu suggestiv war. Mit einer anderen Verwechselung lebte ich mehrere Jahre: Es gab für mich die Farbe „Beige“, ausgesprochen wie „feige“ oder „Geige“. Diese Farbe war für mich klar von „Besch“ oder „Beesch“ unterschieden. Ich habe die Farbe in die Welt hineingesehen, bis sie daraus nicht mehr wegzudenken war. &nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Sie bezeichnen die Kindheit in Ihrem kurzen Vorwort als „Schule der Abwegigkeit“. Wie ist das gemeint?</strong></p>



<p>Erwachsene haben Relevanzkriterien und -filter, die – oft unbewusst – festlegen, was Beachtung verdient und was nicht. Viele dieser Filter werden durch Sprache gesteuert. Bei Kindern ist dies noch nicht oder zumindest nicht in der gleichen Weise der Fall. Die Abseitigkeit der Dinge ist noch kein Ausschlusskriterium. Für mich war beispielsweise ein kleiner und völlig unspektakulärer Kaugummiautomat vor einem Landgasthof ein Mysterium. Ich nahm einen weiten Weg auf mich, um ihn zu erreichen, und versuchte ihn mit Knöpfen und kleinen Metallscheiben zu überlisten. Ich interessierte mich weniger für die Kaugummis als vielmehr für die präzise Mechanik des Tauschvorgangs selbst. Die Dinge hatten eine physiognomische Seite, die mich anzog: Nicht nur Tapetenmuster hatten freundliche Gesichter, sondern auch Steckdosen, was mir dann zum Verhängnis wurde. Sogar Flusen hatten ein Geheimnis und wurden eine Zeit lang zum Sammelobjekt. Etwas von diesem anarchischen kindlichen Minimalismus, der später verlorengeht, wollte ich aufleben lassen.</p>



<p><strong>Ein Gegenbegriff zu dieser anarchischen „Abwegigkeit“ des kindlichen Blicks auf die Welt ist die „Sinnbegradigung“, die Ihrer Einschätzung nach umfassend zu werden droht. Sind Ihre Kindheitsexpeditionen Anti-Frames?</strong></p>



<p>Das Wort „Sinnbegradigung“ drängte sich mir mit Blick auf jüngste Diskussion maschineller Intelligenz, KI-gesteuerte Antwortmaschinen wie ChatGPT und die sogenannten „Large Language Models“ auf. Letztere sind sehr stark auf das Gängige und Frequentierte geeicht. Auf der Basis von Trainingsdaten wird die jeweils wahrscheinlichste Fortsetzung einer Zeichenkette oder Wortfolge errechnet. Das Konzept dahinter ist konventionell, man könnte sogar sagen hyperkonventional. Die Sprachmodelle haben eine nivellierende und planierende Tendenz – das meine ich mit „Begradigung“. Die Erinnerungen und Erfahrungen, von denen ich ausgehe, sind zu entlegen, vielleicht auch exzentrisch, um in diesen Modellen repräsentiert zu werden. Es wird deutlich, dass das Unverfügbare, Unwiederholbare der Erfahrung durch das Raster der KI-Modelle fällt. „Anti-Framing“ trifft es ganz gut. Aber ich möchte die Texte auch nicht mit Theorie überfrachten. Sie sind, was sie sind.</p>



<p><strong>Es geht um eine ländliche Kindheit in Norddeutschland mit „Gülleregenbogen“ und „Maislabyrinth“, in dem Sie sich absichtlich verlaufen. Wie wichtig ist der Bezug zur Landschaft und Region? &nbsp;&nbsp;&nbsp;</strong></p>



<p>Die Erinnerungen sind in einem nicht nur zufälligen Sinn ortsgebunden. Dies wird zum Beispiel in der plattdeutschen Färbung vieler Spracherfahrungen deutlich, die ich schildere. Man könnte sogar von Ortungsversuchen sprechen. In einem Text geht es um die A1 in der Nähe meines Wohnorts. Die Autobahn war eine Art Weltkoordinate für mich. Wenn im Radio davon die Rede war, fühlte ich mich angesprochen. Vom Dachfester aus beobachtete ich lange die Lichterketten der vorbeifahrenden Autos. Manchmal suchte ich nach einem verirrten gegenläufigen Licht, einem Geisterfahrer, um der Meldung des Verkehrsfunks zuvorzukommen. Wenn der Wind aus einer bestimmten Richtung kam, klang das Motorengeräusch wie eine ferne Brandung. Dies war mein Einschlafgeräusch. Solche Erfahrungen sind nicht nur Lokalkolorit. Sie wären im digitalen Überall und Nirgendwo gar nicht möglich.</p>



<p><strong>Ein kleiner Blick in die Werkstatt: Wie und unter welchen Umständen ist das Buch entstanden?</strong></p>



<p>Die Stücke sind über einen sehr langen Zeitraum neben anderen Arbeiten entstanden. Die Initialzündung waren in vielen Fällen Erinnerungssplitter und Déjà-vus. Die kurze Prosaform spiegelt das Abrupte, manchmal auch Abgerissene der Erinnerung wider, das kein durchgängiges Erzählen zuließ. Es kamen mit der Zeit neue Texte hinzu, andere habe ich wieder verworfen, weil sie mir unpassend erschienen. Einiges habe ich mehrfach überarbeitet und weiter zu verdichten versucht. In den vergangenen zwei, drei Jahren sind viele neue Stücke entstanden. Wohl auch deshalb, weil ich den Wunsch hatte, das düstere, manchmal auch trostlose Terrain der politischen Bestandsaufnahmen zumindest zeitweise zu verlassen. So gesehen sind die Kindheitstexte auch kleine Fluchten.&nbsp;</p>



<p><strong>Inwiefern hat sich die Kindheit heute geändert? Ist der Minimalismus, von dem Sie sprechen, generationstypisch?&nbsp;</strong> <br><br>Dass eine solche Kindheit heute nicht mehr möglich ist, hat mit der fundamental veränderten Erfahrungs- und Lebenswelt der Kinder heute zu tun, die schon sehr früh und in weiten Teilen digital ist. Der unmittelbare, handgreifliche, taktile Zugang zur Realität, der zu meiner Zeit noch die Grundlage für alles war, wird zu einer immer selteneren Ausnahme. „We are everyday robots on our phones“, heißt es in einem Song des britischen Musikers Damon Albarn, der Hybridisierung der Sinne gut beschreibt. Die via TikTok und Snapchat etc. „geteilte“ Wirklichkeit ist realer als real, was eine Entwertung der „ungeteilten“ Aufmerksamkeit zur Folge hat. Die Dinge erscheinen nicht mehr als Rätsel, weil die Lösung in Echtzeit von digitalen Helfern apportiert wird. Die Antworten kommen den Fragen zuvor. Hinzu kommt, dass die Aufmerksamkeitsspanne im Dauerfeuer der Memes und Reels viel zu kurz für die von mir nachgezeichneten Gedankenexpeditionen ist. Die Wirklichkeit des Wirklichen hat den Aggregatzustand gewechselt. Mein Ziel war es nicht, diese Entwicklung kulturkritisch oder verfallstheoretisch nachzuzeichnen. Ich wollte auch keine Abhandlung <em>darüber</em> schreiben. Es ging mir um die Intensität einer unwiederholbaren Erfahrung.</p>



<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/tapetenbewohner.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="685" height="1024" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/m_240618_U1-U4-Esders-Tapetenbewohner-DRUCK-685x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2535 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/m_240618_U1-U4-Esders-Tapetenbewohner-DRUCK-685x1024.jpg 685w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/m_240618_U1-U4-Esders-Tapetenbewohner-DRUCK-201x300.jpg 201w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/m_240618_U1-U4-Esders-Tapetenbewohner-DRUCK-768x1149.jpg 768w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/m_240618_U1-U4-Esders-Tapetenbewohner-DRUCK-1027x1536.jpg 1027w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/m_240618_U1-U4-Esders-Tapetenbewohner-DRUCK-1369x2048.jpg 1369w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2024/07/m_240618_U1-U4-Esders-Tapetenbewohner-DRUCK.jpg 1589w" sizes="auto, (max-width: 685px) 100vw, 685px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Michael Esders: Tapetenbewohner</h2>



<p>Einhundert Expeditionen ins Eigene.</p>



<p>Michael Esders erkundet die Wörter- und Dingwelt seiner Kindheit in den Siebziger- und Achtzigerjahren. Touristen erscheinen als Terroristen, und der Vater »Herrmann« hat ein Denkmal im Teutoburger Wald. In den Telespielen breiten sich primitive Frühformen des Digitalen aus, die bald schon die analoge Wirklichkeit verblassen lassen. Die sprachlich verdichteten Erinnerungs- und Denkbilder dieses Buchs finden sich damit nicht ab. Sie lassen die Wörter und Dinge von damals noch einmal aufleuchten. Ein Aufstand gegen die Sinnbegradigung der Welt.&nbsp;</p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/ohne-bestand.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="637" height="1024" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2022/11/650x1045_ohne-bestand-cover-637x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2449 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2022/11/650x1045_ohne-bestand-cover-637x1024.jpg 637w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2022/11/650x1045_ohne-bestand-cover-187x300.jpg 187w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2022/11/650x1045_ohne-bestand-cover.jpg 650w" sizes="auto, (max-width: 637px) 100vw, 637px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Michael Esders: Ohne Bestand</h2>



<p>Angriff auf die Lebenswelt.</p>



<p>Die westlichen Gesellschaften zerstören ihre Bestände rückstandslos. Wo man lange Zeit noch Fahrlässigkeit im Transformationsrausch vermuten konnte, steht Vorsatz nun außer Zweifel. Das Hygieneregime seit 2020 und die „Neue Normalität“ im endlos verlängerten Notstand sind nur der verheerendste Angriff in einer langen Reihe.<br><br><strong><a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/erst-sprachumbau-dann-angriff-auf-die-lebenswelt/">Interview mit Micheal Esders zu <em>Ohne Bestand</em></a>.</strong></p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/sprachregime.html"><img decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2022/11/Esders-Sprachregime-700x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2450 size-full"/></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Michael Esders: Sprachregime</h2>



<p>Die Macht der politischen Wahrheitssysteme.</p>



<p>Michael Esders inspiziert das Schlachtfeld der Begriffe und Metaphern, das sich auf alle Lebensbereiche ausgeweitet hat. Der Literaturwissenschaftler dechiffriert die „Wahrheitssysteme“ (Michael Kretschmer) der deutschen Politik, die sich über alle diskursiven Gepflogenheiten hinwegsetzen. Er entziffert die Narrative der Willkommenskultur und des menschengemachten Klimawandels, in denen Haltungen über den Common Sense, Mythen über Theorien triumphieren.<br><br><strong><a href="https://www.manuscriptum.de/interview-mit-michael-esders">Interview mit Michael Esders zu <em>Sprachregime</em></a>.</strong><br></p>



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<p></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-schule-der-abwegigkeit-gegen-die-sinnbegradigung-des-lebens/">Die Schule der Abwegigkeit gegen die Sinnbegradigung des Lebens.</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zukunft oder Freiheit</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/zukunft-oder-freiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2022 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Rede von Václav Klaus Václav Klaus (*1941), Präsident der Tschechischen Republik von 2003 bis 2013, hat auf dem unter dem Motto „Save the Future“ &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading" id="eine-rede-von-vaclav-klaus"><em>Eine Rede von Václav Klaus </em></h5>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2022/02/KLAUS-Vaclav-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-2213" width="512" height="341"/></figure></div>



<p><em>Václav Klaus (*1941), Präsident der Tschechischen Republik von 2003 bis 2013, hat auf dem unter dem Motto „Save the Future“ abgehaltenen „19. Vienna Congress com.sult“ in Wien am 31. Januar 2022 die nachfolgende Rede gehalten. – Autorisierte Übersetzung aus dem Englischen von Andreas Lombard</em></p>



<p>Es ist mir vollkommen klar, daß es fast provokant ist, gleich zu Beginn den Slogan des diesjährigen Wiener Kongresses zu kritisieren. Ich weiß auch, daß ich im Rahmen der gegenwärtigen erniedrigenden Pandemiepolitik, im Schatten zerstörerischer Angriffe auf die Wirtschaft („Green Deal“) und hoher Inflation (nach Jahren der Deflationsängste) – Entwicklungen, die zusammengenommen den kritischsten Moment der Nachkriegszeit bilden – niemandem widersprechen sollte, der bei diesen wichtigen Themen an meiner Seite steht. In einer solchen Lage gilt es, konstruktiv zu agieren und keine zusätzlichen Streitigkeiten auszulösen. Aber genau das muß ich tun.</p>



<p>Wir sollten akzeptieren, daß wir verantwortlich für das sind, was wir heute tun, und auch für das, was wir den künftigen Generationen hinterlassen werden. Wir können dennoch keine Verantwortung für die Zukunft tragen. Wir können nicht die künftigen Handlungen anderer Menschen beeinflussen.</p>



<p>Die einzige Möglichkeit, die Zukunft positiv zu beeinflussen, besteht darin, künftigen Generationen die Welt in bestmöglichem Zustand zu übergeben. Das allerdings setzt voraus, daß wir die Welt verstehen, in der wir leben, daß wir ihre Schwächen und Problemen kennen. Wir müssen in aller Bescheidenheit akzeptieren, daß wir uns mitten in einer zivilisatorischen Krise des Westens befinden. Deshalb mache ich mir mehr Sorgen um unsere heutige Welt als um die von morgen. Wir sollten nicht vor den aktuellen Problemen davonlaufen, indem wir uns in die Zukunft flüchten. Das wäre ein Verrat an den künftigen Generationen und auch an uns selbst.</p>



<p>Unsere Lebensqualität, unser Wohlstand, unsere hohe Qualität der Gesundheitspflege und unsere in der Vergangenheit nicht existierende wirtschaftliche Entwicklungsstufe rühren nicht daher, daß unsere Vorgänger sich entschieden haben, &#8222;für die Zukunft zu sparen&#8220;. Sie haben für uns nichts aufgespart, weil sie, wie ich vermute, ahnten, daß das kontraproduktiv gewesen wäre. Hätten sie weniger Rohstoffe verbrauchen sollen? Weniger Gold? Silber? Kohle? Erdöl? Erdgas? Und wieviel hätten sie sparen müssen, wenn sie unsere derzeitige Energiekrise hätten verhindern wollen? Stünde uns dann jetzt mehr Kohle zur Verfügung? Mehr Uran? Wie groß hätte ihr Verzicht sein müssen? Ein Zehntel, ein Hundertstel oder ein Tausendstel ihres Verbrauchs? An welche Zukunft hätten sie denken sollen – zwanzig, zweihundert oder zweitausend Jahre voraus? Das ist völlig ausgeschlossen, und nur Gretas aller Art könnten auf die Idee kommen, so etwas zu verlangen.</p>



<p>Die Volkswirte denken über diese Frage mit Hilfe des Konzepts der Zeitpräferenz nach, was manche Leute (unsere Gegner) leider nicht verstehen oder nicht verstehen wollen. Die Tatsache, daß die Gegenwart der Zukunft vorgezogen wird, ist jedoch nicht schwer zu begreifen. Die Weisheit der normalen Menschen reicht dafür, aber die Intellektuellen (und einige Sozialwissenschaftler) scheinen damit Probleme zu haben. Sie argumentieren, daß wir durch Einführung des Konzepts der Zeitpräferenz die Zukunft außer Acht ließen und nur kurzfristig denken würden. Technisch gesagt, werfen sie uns vor, daß wir einen sehr hohen Diskontsatz (auf Marktniveau) im Kopf haben, während sie darauf bestehen, daß der angemessene Diskontsatz Null sein sollte. Für sie ist Zukunft gleich Gegenwart. Bei einem Diskontsatz nahe oder gleich Null fließt die Zeit nicht. Die Zukunft ist da, wir können sie &#8222;anfassen&#8220;. Nicht für die Zukunft zu sparen, ist aus dieser Sicht ein Verbrechen.</p>



<p>Es ist beunruhigend und frustrierend, daß wir mit mehreren solcher Mißverständnisse leben. Auch die Propagandisten der globalen Erwärmung verwenden in ihren Klimamodellen Diskontsätze von Null, was ihre Ergebnisse wertlos macht. Die Banker verwenden Nullzinsen, was die Rationalität unseres Investitions- und Sparverhaltens untergräbt. Solche Irrtümer sollten nicht auf andere Bereiche übertragen werden.</p>



<p>Wir sollten von der vernünftigen Annahme ausgehen, daß künftige Generationen reicher und wegen des unaufhörlichen technischen Fortschritts in der Lage sein werden, Probleme zu bewältigen, die wir heute für unlösbar halten. Das Schlimmste, was wir künftigen Generationen antun könnten, wäre daher, unser aktuelles Wirtschaftswachstum künstlich zu bremsen und damit ihren künftigen Wohlstand zu reduzieren.</p>



<p>Wir sollten auf den gesunden Menschenverstand bauen, statt die Wissenschaft zu mißbrauchen, wie es die Klima- und Coronahysteriker tun. Wir dürfen uns nicht die katastrophalen Prognosen akzeptieren, die sagen, daß unser Wirtschaftswachstum vorbei und unsere Ressourcen erschöpft seien. Vor allem sind natürliche Ressourcen nicht mit ökonomischen Ressourcen zu verwechseln. Einzelne natürliche Ressourcen sind erschöpfbar, nicht aber ökonomische Ressourcen, die auf dem unendlichen menschlichen Erfindergeist basieren. Gehen wir nicht in die grüne Falle der so genannten Nachhaltigkeit. Der menschliche Erfindergeist ist unerschöpfbar. Das ist der Grund unseres Optimismus.</p>



<p>Kehren wir vor unserer eigenen Tür. Stoppen wir unsere galoppierende Verschuldung. Hören wir auf, an der Defizitfinanzierung als Standardprinzip der Anspruchsgesellschaft festzuhalten. Hören wir auf, unsere löcherige staatlichen Renten- und Gesundheitssysteme, die offensichtlich nicht nachhaltig sind, zu fördern und auszubauen. In diesen Bereichen fortzusetzen wie bisher wäre das giftigste Geschenk, das wir unseren Kindern und Enkeln geben könnten.</p>



<p>Zumindest für manche von uns bleibt die Freiheit das Grundprinzip. Alle undemokratischen Systeme haben versucht, „eine bessere Zukunft zu bauen“. Günstigenfalls sind sie damit nur gescheitert, schlimmstenfalls haben sie Katastrophen verursacht. Versuchen wir lieber, unseren Nachfolgern eine freie, demokratische Welt zu übergeben. Erlauben wir ihnen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Lassen wir sie „free to choose“.</p>



<p>Unsere Aufgabe ist es, rational zu handeln, also ökonomisch und effizient, das heißt sparsam. Was uns heute als nachhaltige Entwicklung verkauft wird, zeugt eher von Wunschdenken und dient dazu, Menschen zu manipulieren. Der größte Angriff auf die Rationalität ist der Green Deal (sowie damit verwandte Pläne und Initiativen).</p>



<p>Menschen sollen frei sein. Es gibt niemanden, der etwas „besser weiß“. Es gibt keinen „Philosophenkönig“, schon gar nicht in Gestalt von Greta Thunberg, Klaus Schwab, Frans Timmermans oder Madame Lagarde. Im Geiste Friedrich von Hayeks sollten wir deren arrogante „pretence of knowledge“ (Vorwand des Wissens) bekämpfen. Wir sollten vor ihnen nicht kapitulieren. Das sollte die Hauptbotschaft des diesjährigen Wiener Kongresses sein. Wir dürfen unsere Überzeugungen nicht aufgeben. Und nicht unsere Wahrheit.</p>



<p>Über den Autor:</p>



<p>VÁCLAV KLAUS ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der neueren tschechischen Politik. Klaus war Finanzminister (1989–1992), Ministerpräsident (1992– 1998), Vorsitzender des Abgeordnetenhauses (1998– 2002) und zuletzt Präsident der Tschechischen Republik (2003–2013). Mit seinem Namen sind die bedeutendsten Ereignisse des jungen Staates verbunden, wie z. B. die ökonomische und gesellschaftliche Transformation und die Teilung der Tschechoslowakei. Klaus, ursprünglich Wirtschaftswissenschaftler, ist Autor zahlreicher Bücher, Artikel und Aufsätze und ist mit seinen festen und klaren Stellungnahmen eine unverzichtbare Stimme in den europapolitischen Debatten, inzwischen auch mittels eines <a href="https://www.institutvk.cz/texts-in-english-en?mutace=en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forschungsinstituts in Prag</a>, das seinen Namen trägt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Foto: privat</p></blockquote>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:26% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/voelkerwanderung.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="634" height="1000" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/klaus_voelkerwanderung_titel_u1-1.jpg" alt="" class="wp-image-872 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/klaus_voelkerwanderung_titel_u1-1.jpg 634w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/klaus_voelkerwanderung_titel_u1-1-190x300.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 634px) 100vw, 634px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Václav Klaus: Völkerwanderung</strong></p>



<p>Allein nach Deutschland kam im Jahr 2015 über eine Million Migranten. Weitere Millionen Menschen machen sich auf den Weg nach Europa. Die Verantwortungslosigkeit der europäischen Politik mit Angela Merkel an der Spitze feuert die neue Völkerwanderung zusätzlich an. Statt die natürlichen Interessen souveräner Nationalstaaten zu pflegen, predigt die deutsche Kanzlerin einen fahrlässigen Willkommenseifer. Städte und Kommunen versuchen derweil verzweifelt, das Chaos zu verwalten. Die Bürger laufen ihren politischen Vertretern davon, und die Hegemonie deutschen Gefühlsdusels zerstört den Frieden Europas. Den protestierenden ost- und mitteleuropäischen Staaten droht Brüssel schon mit Sanktionen.</p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:auto 26%"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/das-migrationsproblem.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="650" height="924" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/migrationsproblem-1.jpg" alt="" class="wp-image-783 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/migrationsproblem-1.jpg 650w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/migrationsproblem-1-211x300.jpg 211w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Rolf Peter Sieferle: Das Migrationsproblem</strong></p>



<p>»War beides nicht doll, das eine aber weniger böse als das andere, nämlich eigentlich gar nicht, nur suboptimal realisiert.« So oder ähnlich lautet das heutige Klischee über die zwei großen ideologiebasierten Diktaturen des 20. Jahrhunderts. Einen Vergleich von beiden, bei dem am Ende das Klischee nicht wieder rauskommt, verbietet die politische Korrektheit. Lothar Fritze, kundiger Totalitarismusforscher, wagt es dennoch und blickt tief hinein in das Denken der beiden Herrschaftssysteme, ihre Weltanschauung, ihre Utopien und – heißestes Eisen – ihre Moral (denn auch die Nazis hatten eine). Was er dabei zutage fördert, verdeutlicht wesenhafte Unterschiede zwischen den beiden A»Man kann die Märkte nach außen wie nach innen liberalisieren, doch kann man nicht im Innern hohe Sozialstaatsstandards aufbauen und zugleich die Grenzen öffnen. Man handelt dann wie der Bewohner eines gutgeheizten Hauses, der im Winter Fenster und Türen weit öffnet. Wenn das zur Abkühlung führt, dreht er eben die Heizung weiter auf. Man braucht kein Energieexperte zu sein, um zu erkennen, daß dies auf Dauer nicht geht.«</p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:26% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/epochenwechsel.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="647" height="1024" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/170829_cover_epochenwechsel-647x1024.jpg" alt="" class="wp-image-784 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/170829_cover_epochenwechsel-647x1024.jpg 647w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/170829_cover_epochenwechsel-190x300.jpg 190w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/170829_cover_epochenwechsel.jpg 650w" sizes="auto, (max-width: 647px) 100vw, 647px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Rolf Peter Sieferle: Epochenwechsel</strong></p>



<p>Die Deutschen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert.</p>



<p>Band 1 der Werkausgabe: Rolf Peter Sieferles politisches Hauptwerk in einer vom Autor bearbeiteten, unveröffentlichten Fassung.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Scruton über die perfiden Strategien der Linken</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/scruton-ueber-die-perfiden-strategien-der-linken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Nov 2021 09:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Felix Menzel vom 23. November 2021. Um die historische Dimension bedeutender Politiker und Intellektueller begreifen zu können, muß man mit ihren Leistungen und Erfolgen &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading"><em>von Felix Menzel </em>vom 23. November 2021.</h5>


<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/11/825x948_scruton.jpeg" alt="" class="wp-image-2149" width="323" height="371" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/11/825x948_scruton.jpeg 825w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/11/825x948_scruton-261x300.jpeg 261w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/11/825x948_scruton-768x883.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px" /><figcaption>Roger Scruton</figcaption></figure></div>


<p>Um die historische Dimension bedeutender Politiker und Intellektueller begreifen zu können, muß man mit ihren Leistungen und Erfolgen beginnen, ehe man die Schattenseiten ihres Wirkens beleuchtet. Das gilt selbst oder gerade für die größten Verbrecher. Sebastian Haffner hat das in seinen „Anmerkungen zu <a href="https://www.manuscriptum.de/hitler-in-uns.html">Hitler</a>“ (1978) vorbildlich gezeigt.</p>



<p>Ähnlich geht <a href="https://www.manuscriptum.de/autoren/s/scruton-roger.html/">Roger Scruton</a> vor. Seine Portraits linker Denker in seinem Buch <em>Narren, Schwindler, Unruhestifter </em>bestechen durch Objektivität. Erst dadurch wird ersichtlich: Die Erfolge der Linken korrelieren mit den angerichteten Schäden. Zudem arbeitet er exzellent die Eigenheiten der Linken in einzelnen Nationen heraus.</p>



<p>Während sich die amerikanische Linke vielfach auf Konsumkritik konzentrierte, die auch bei konservativen Wachstumskritikern Anklang findet, fielen die Franzosen, z.B. <a href="https://blog.manuscriptum.de/alles-fuer-alle-bildungs-sozial-und-gesellschaftspolitik/von-der-diskursanalyse-zur-sprachkontrolle/">Foucault</a>, durch Extravaganzen, „heroisches Posieren“ und feurige Attacken auf. Sie sind eben in der blutigen Tradition von 1789 Revolutionäre durch und durch. Derweil steche bei den deutschen Neuen Linken, allen voran <a href="https://blog.manuscriptum.de/naturalien-natur-landwirtschaft-bauwesen-die-wirkliche-wirtschaft/habermas-schmitt-spengler-sieferle/">Jürgen Habermas</a>, die bürokratische Staubigkeit ins Auge. Gerade dieses vermeintliche Manko ist aber eine Stärke: Sie vermittelt eine staatsmännische Attitüde und sorgt dafür, daß der niedergeschriebene Nonsense unverstanden bleibt.</p>



<p>Wir sind damit bereits mittendrin im erfolgreichsten, linken Politikbereich: dem mühsam errichteten <a href="https://www.manuscriptum.de/sprachregime.html">Sprachregime</a>. Unser Autor Michael Esders hatte dazu ausgeführt, der Neuen Linken der Nachkriegsära sei es gelungen, sich von halbgaren Wirtschaftstheorien und Solidaritätsbekundungen in Richtung der kleiner werdenden Arbeiterklasse zu verabschieden. Stattdessen habe man sich voll und ganz dem Kampf um die Begriffe gewidmet und dadurch die kulturelle Hegemonie erobert.</p>



<p>Scruton geht es dieser Stelle weiter: Er meint, die Sprachpolitik sei bereits seit 1789 das bevorzugte Feld der Linken. Der größte Triumph war es dabei, die Polemik gegen den „Kapitalismus“ unter dem Mäntelchen der Ökonomik in kleinen, aber umso wirksameren Dosen zu verabreichen. Die Strategien des Vereinfachens und des Verkomplizierens gehen hierbei Hand in Hand. Zum einen setzte die Linke schon immer mit der „Bourgeoisie“ auf eine klare Feindbenennung, die eine Abwertung des verantwortungsbewußten Bürgertums zur Folge hatte. Zum anderen kreierte sie eine „festungsartige Sprache“ mit nebulösen Geheimcodes, zu der sich nur eingeweihte Intellektuelle Zugang verschaffen können.</p>



<p>Wie geschickt es ist, so zu agieren, illustriert die Verwendung des Begriffs der „Klasse“, der es erlaubt, dramatische Klassenkämpfe zu konstruieren. Mit „Klasse“ reduziere die Linke Menschen auf ihre materiellen Interessen. Für Konservative dagegen gebe es keine Klassen, weil Menschen nicht eindimensional sind, sondern sich ihre Vorstellungen immer aus nationalen, religiösen, ökonomischen, kulturellen, rechtlichen und familiären Gegebenheiten zusammensetzen, argumentiert Scruton.</p>



<p>Die Abstraktion, die mit der „Klasse“ und der romantisierenden Darstellung der Unterschicht zum Ausdruck kommt, dient also in erster Linie der Vereinfachung, um eine politische Freund-Feind-Konstellation (vgl. <a href="https://blog.manuscriptum.de/was-war-geschichte/wer-schuetzt-die-verfassung-vor-der-regierung/">Carl Schmitt</a>) zu beschwören. Um berechtigte, lästige Nachfragen zur konkreten Gestalt der „Klasse“ zu vermeiden, greift indes die Verkomplizierungsstrategie. Die Linke lasse sich nicht auf Debatten über konkrete Menschen ein, sondern flüchte sich ins Abstrakte, weil ein tief zerklüftetes Wissenschaftsgebirge besten Schutz gegen stichhaltige Argumente der Gegenseite biete.</p>



<p>Konservative stehen somit vor dem Dilemma, entweder in einer Endlosschleife die Feingliedrigkeit der realen Welt erklären zu müssen oder auf einen eigenen Populismus zu setzen. Wohin der Feingeist Scruton tendiert, sollte klar sein. Die Gefahr des Populismus besteht immer darin, in die Beliebigkeit abzudriften, weil nur noch effektvolle <a href="https://blog.manuscriptum.de/neue-weltunordnung-geopolitik-postdemokratie-und-propaganda/salvini-als-lehrmeister-der-rhetorik/">Rhetorik</a> zählt. Diese Beliebigkeit bringt dann allerdings die beliebige Neukonstruktion des Altbewährten als unausweichlichen Kollateralschaden mit sich. So reißt der Faden der Tradition ab.</p>



<p>Besonders deutlich werde das beim Nachdenken über Recht und Gesetz. Das Recht existiere „schon vor der gesetzgebenden Macht des Parlaments“, insistiert Scruton gegen die linke Neigung, mit willkürlichen Gesetzen gewachsene Gepflogenheiten, Gewohnheiten und Institutionen außer Kraft zu setzen. Dieser Frontalangriff läßt sich nicht durch andere willkürliche Gesetze abwehren. Vielmehr sind wir auf das, was sich hinter dem „gesunden Menschenverstand“ verbirgt, angewiesen.</p>



<p>Hinzu kommt: Populistische Strömungen beschreiben gern eine heile Welt ohne Konflikte als ihr Ziel. Die bestehenden Konflikte zu lösen, glauben sie, sei durch Ausschaltung der Opposition möglich. Darauf sei zu erwidern, daß „Konflikte in der menschlichen Natur liegen, und deshalb ist die Hoffnung auf ihre Beseitigung inhuman und führt zu inhumanen Handlungen“, so Scruton. Die „Frage der Opposition“ sei daher „die alles entscheidende Frage in der Politik“.</p>



<p>Wohlgemerkt: Es ist hiermit eine Opposition gemeint, die ohne revolutionäre Phantasien auskommen muß und im Meinungskampf (lediglich) die „friedliche Koexistenz unter Rivalen“ anstrebt. Einfacher formuliert: Der Konservative erlaubt ganz bewußt auch linke Biotope, weil er die vielen kleinen Gemeinschaften der Gesellschaft bewahren will. Was aber, wenn in einem solchen Biotop verschworene Kampfgemeinschaften entstehen, die den Grundsatz der gegenseitigen Toleranz ablehnen und nicht nach den alten Konversationsregeln der bürgerlichen Gesellschaft handeln wollen?</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:26% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/bekenntnisse-eines-haeretikers.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="396" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/11/250x396.jpg" alt="" class="wp-image-2148 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/11/250x396.jpg 250w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/11/250x396-189x300.jpg 189w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Roger Scruton: Bekenntnisse eines Häretikers</strong></p>



<p>Während der Zeitgeist einmal mehr nach Utopia entwischt, betrachtet Roger Scruton die sitzengelassene Gegenwart: in zwölf Essays denkt er nach übers Regieren, Bauen und Tanzen, über das Sprechen vom Unsagbaren, über Trauern und Sterben, darüber, wie so getan wird, als ob, wie Leute sich hinterm Bildschirm verstecken, wie Tiere geliebt und Etiketten geklebt werden, über das Bewahren der Natur und die Verteidigung des Westens.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Stühle auf die Leinwand</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/stuehle-auf-die-leinwand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Aug 2021 05:29:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://import-msc.scharf-bestellt.de/?p=2079</guid>

					<description><![CDATA[<p>Redaktioneller Beitrag vom 19. August 2021. Eine Erinnerung von vor dreißig Jahren: Der Film Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber des Briten &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading"><em>Redaktioneller Beitra</em>g<em> </em>vom 19. August 2021.</h5>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/kino-harmonie.jpg" alt="" class="wp-image-2080" width="413" height="310" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/kino-harmonie.jpg 550w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/kino-harmonie-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 413px) 100vw, 413px" /></figure></div>


<p>Eine Erinnerung von vor dreißig Jahren: Der Film <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Koch,_der_Dieb,_seine_Frau_und_ihr_Liebhaber">Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber</a> des Briten Peter Greenaway kommt in die deutschen Kinos. So gespreizt wie der Titel ist die postmodernistische, d.h. hier menschenverächtliche und dabei gestylt-coole Erscheinungsweise des Films, wobei der minimalistischen Musik von Greenaways Hauskomponisten Michael Nyman <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qrsAjB8xc_8">ein elegisches Pathos</a> innewohnt, das dem Zynismus des Dargestellten durchaus entgegensteht. In einem Kino in Frankfurt-Sachsenhausen (wer von Frankfurt spricht und keine genauen Areale nennt, agiert als Globalist), der „Harmonie“ nahe dem Lokal- und Südbahnhof, lief der Film wie stets an einem Donnerstag an. Der hier Schreibende sah ihn in der ersten Vorstellung, dann noch einmal am Folgetag, um seinen ersten, frustrierend schlechten Eindruck ggf. zu korrigieren, was der Film jedoch zu vereiteln verstand. Am anschließenden Wochenende geschah etwas, wovon später im Kinofoyer zu lesen stand:</p>



<p>Etliche Zuschauer des Films waren in gleich mehreren Vorführungen derart wütend über den Film, daß sie ihre Polstersitze aus den Angeln rissen und in Richtung Leinwand warfen, worauf nicht nur die Vorführungen abbrachen, sondern der ganze Saal über Wochen repariert werden mußte. Der Regisseur Greenaway gratulierte später dem Kino zu dieser Zuschauerreaktion (der maschinengetippte Brief hing ebenfalls im Foyer), welche genau seinen Hoffnungen für den Film entsprochen hätte. „Dann habe ich alles richtig gemacht.“</p>



<p>Diese Erinnerung scheint heute einer vergangenen, heroisch-sittlichen Zivilisationsepoche zu entstammen. Als nämlich GEWÖHNLICHE Leute an ENTWÜRDIGENDEN Bilddarstellungen noch einen NATÜRLICHEN Anstoß nahmen und sich nicht zu schade waren, diesen auch handfest zu ÄUSSERN. Stellt man sich diese Stühle-Werfer im Heute vor, möchte man sich gar nicht ausmalen, was sie nicht nur gegenüber nihilistischen Film-, sondern tatsächlichen <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/klimawandel-und-corona-haben-gemeinsame-wurzeln/">Menschenexperimenten im Weltmaßstab</a> zu tun bereit wären. In dieser Perspektive taugen sie geradezu als Leitbilder, nicht anders als Filmhelden, die man sich früher zum Vorbild nahm, um mit fremdverstärktem (aber dann doch eigenem) Mut eine Herausforderung anzunehmen.</p>



<p>Die Polsterstühle gibt es, wir alle sitzen noch darauf; was uns als Zumutungen vorgesetzt wird, läuft seit <a href="https://www.manuscriptum.de/die-verdammten-europas.html">1919</a>, seit <a href="https://www.manuscriptum.de/finis-germania.html">1945</a>, seit <a href="https://www.manuscriptum.de/50-jahre-umerziehung.html">1968</a>, seit <a href="https://www.manuscriptum.de/deutscher-herbst-2015.html">2015</a>, seit <a href="https://www.manuscriptum.de/vom-klimawandel-zu-corona">2020</a> jeweils in Dauerschleifen. Zu sagen, wir müßten nur genügend Mumm fassen, um das uns bindende, bequeme Gestänge auszureißen, wäre nun aber bloß eine billige rhetorische Klammer – jetzt gelesen, nachher vergessen. In dem Greenaway-Film, der überraschenderweise weniger schlecht gealtert ist als viele bessere Werke jener Zeit, ist es letztlich die Nebenfigur des Kochs, die in das Konfliktfeuer der Hauptpersonen springt und den bereits unterlegen Geglaubten Obhut und Beistand bietet, worauf diese ihre Kräfte neu bündeln können. Solche Leute brauchen wir heute. Sind wir sie vielleicht selbst, wenn wir gelassen und stur (wie der Koch) das Richtige tun? In nochmal dreißig Jahren wissen wir’s.</p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:20% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/geschichte-des-deutschen-nationalbewusstseins.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="622" height="1024" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/froeschle-cover-622x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2081 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/froeschle-cover-622x1024.jpg 622w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/froeschle-cover-182x300.jpg 182w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/froeschle-cover-768x1265.jpg 768w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/froeschle-cover-933x1536.jpg 933w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/froeschle-cover-1244x2048.jpg 1244w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/froeschle-cover.jpg 1522w" sizes="auto, (max-width: 622px) 100vw, 622px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Hartmut Fröschle: Geschichte des deutschen Nationalbewußtseins</strong></p>



<p>Nationalbewußtsein? Der Begriff erscheint im Deutschland des Jahres 2021 reichlich aus der Zeit gefallen. Gegen den anti-nationalen, globalistischen Zeitgeist anschwimmend, erreicht uns Hartmut Fröschles patriotische Nationalgeschichte – zugleich Wissensschatz, Weckruf und Warnung. Sein Buch verfolgt den Lebensweg der Deutschen von der Quelle bis in die Gegenwart, zeichnet große historische Linien und Ereignisse nach, stellt Schlüsselfiguren und Hintergründe vor. Ohne ein Volk mit wachem Sinn für das gemeinsame Schicksal kann keine Nation auf Dauer existieren. Fröschles Untersuchung belegt diese Tatsache – und will wachrütteln. Dem Vergessen unserer heroischen Volkserzählung wirft sich der Autor verständig und erfrischend unapologetisch entgegen. Durch fundierte Kenntnis der Quellen, ausgesuchte Zitate und zahllose inhaltliche Verknüpfungen liefert er ein Panorama kollektiver Selbstvergewisserung – und gibt den Deutschen in schwersten Zeiten neue Hoffnung und Zuversicht.</p>



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		<title>Von neuem Will‘ und Grille</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/frank-saemmer-von-neuem-will-und-grille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2021 09:31:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Frank Sämmer vom 2. August 2021. Erinnert ihr euch noch der Mitternachtsreiche vergangener Zeiten und der feinstofflichen Bilder, die wir darum webten? Und wie &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading"><em>von Frank Sämmer </em>vom 2. August 2021.</h5>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/Monte_Verita_2011.jpg" alt="" class="wp-image-2065" width="481" height="600" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/Monte_Verita_2011.jpg 641w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/08/Monte_Verita_2011-240x300.jpg 240w" sizes="auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px" /></figure></div>


<p>Erinnert ihr euch noch der Mitternachtsreiche vergangener Zeiten und der feinstofflichen Bilder, die wir darum webten? Und wie dort das Volk in besseren Tagen uns als eine sinnvolle Vergesellschaftung aller seiner Begabungen erscheinen wollte und so zum Ausdruck seines Wesens fand? Unsere Gedanken durften noch umherschweifen, etwas vergegenwärtigen und für möglich halten. Dabei fragten wir auch nach der herkömmlichen Klugheit, die schon immer wusste, dass in einer schönen Allegorie guter herrschaftlicher Ordnung und Regierung das Politische immer nur ein Gewerk unter den vielen Begabungen der Gesellschaft sein konnte.<br>Es hatte dem gemeinschaftlichen Willen zu dienen, und die ihm zugewiesenen Mittel und Verantwortlichkeiten sollten aus guten Gründen nur begrenzter Natur sein.<br>Denn die eigentlichen Zuständigkeiten gemeinschaftlichen Lebens können nur aus dem Maße des Ganzen geschlossen und verstanden werden. Sie sind nicht ohne Weiteres beschreibbar und im Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Kräfte auch politisch nicht zu fassen.<br>Darum kann der Politiker selbst keine Inhalte setzen. Er ist partout nicht schöpferisch.<br>Er ist nur ein bescheidenes Talent, bestenfalls ein treuhändischer Verwalter, Koordinator und Hausmeister von Abläufen.<br>Aber ein verhängnisvoller Spruch der Schicksalsgöttin ordnete den Lauf der Sterne um, und ihrem harten Muss bequemt seitdem sich neuer Will’ und Grille*.</p>



<p>Jetzt gehen wir schwer im Joch der Unerbittlichen. Kein stärkender Schlaf ist uns mehr gnädig, und mit jedem Aufwachen wächst die Einsamkeit. Es werden wohl keine glänzenden Stunden und auch keine Wunder mehr zu hoffen sein. &nbsp;<br>Denn der Traum vom freien Menschen ist verweht. &nbsp;<br>Und so sind auch die alten Lebenszusammenhänge zerrissen, die Lust zu leben selbst ist gegenstandslos geworden. Entmündigt, geblendet, ohne Herkunft und ursprüngliche Begründung, frei von Sinn und Verstand ist unser bis dahin unverfügbares menschengeschlechtliches Recht dekonstruiert.</p>



<p>Doch wir müssen kapitale Sachen ohne Drumherum benennen!<br>Das Politische ist heute in die Verfügung von Räubern und Wegelagerern geraten, Presstrupps der Verantwortungslosigkeit, Profiteure des Zerfalls, die die Leerstellen der alten Ordnung gewaltsam einnehmen und dem eingeborenen Volk seine Daseinsberechtigung abwickeln.<br>Aufschneider ohne ursprüngliche Begründung, Verwalter toter Sachen.<br>So prügelt uns eine dekonstruierte Politik zu immer neuen abenteuerlichen Maßnahmen.<br>Dabei hält die Dummheit Tribunal. Sie spricht für jeden und für alles und errichtet mit abstrakten Hirngespinsten und großen, leeren Worten neue Daseinsapparate von Hohn und Herabsetzung. Und es fehlt jede repräsentative politische Agenda eines identitären Ganzen, weil die zerbrochene Gesellschaft keine gemeinschaftlichen Anforderungen mehr formuliert.</p>



<p>Die Heimat ist schon längstens Ausland, dort herrscht bereits die Fremde.<br>Denn als Vasallen des atlantischen Imperiums beziehen die politischen Parvenüs ihr Selbstverständnis gewisslich von außerhalb aus den schlichten Direktiven der weltfaschistischen Agenda des großen, globalen Neustarts und seinem neuen Feudalismus.<br>Aber sie saugen ihre Macht auch aus der Totalisierung eines unwiderstehlichen, axiomatischen &nbsp;Selbstverständnisses ihrer verordneten Demokratie als siegreiche politische Form im historischen Wettstreit antagonistischer ideologischer Wettbewerber nach dem erklärten Ende der Geschichte.<br>Als gelehrige politische Führer und unbezweifelbare Gattungsdemokraten haben sie sich vorsorglich von der Welt des Tatsächlichen und unserer Existenz darin abgekoppelt und fortan einen demokratischen Tugendabsolutismus kreiert, der außerhalb von Gegenständlichkeit und Erklärung nicht mehr auf Evidenzen beruht, so wenig wie auf Legitimation durch Wahlen und Rechtstaatlichkeit.<br>So werden Widerworte politischer Opposition, Kritik an den Herrschenden, alternative gesellschaftliche Wertvorstellungen und die Annahme tradierter kultureller Maßstäblichkeiten in der neuen Fassadendemokratie zum unverschämten und unverständlichen Tabubruch.</p>



<p>Aber wir hatten es schließlich kommen sehen.<br>Seitdem die Geschichte mit dem Rad der aufgeklärten Menschlichkeit und unabweisbarer Vernunft dahinrollt, hatte das Politische Schritt für Schritt die Verfügung und Kontrolle über alle Gewerke des gesellschaftlichen Lebens übernommen.<br>Alte Rechte, alte Freiheiten sind seitdem nur noch Konterbande.<br>So ziehen mit dem historischen Bruch der heiligen Ordnung vor 200 Jahren in den Rauchschwaden politischen Terrors säkularisierter Ideologien bis heute schlimme Mondkälber über die Völker der alten Reiche hinweg.<br>Und wen soll es wundern? Sie verdunkeln auch heute unseren Himmel, denn der neue demokratische Totalitarismus und sein transhumanistischer Kumpan sind abermals der alte.<br>Jetzt wollen rote, grüne und schwarze Weltbegradiger den neuen Menschen schaffen.<br>Ganz auf der Höhe unbezweifelbarer Technik und fantasierter, gekaufter Wissenschaft als digitalisiertes, designtes Computermodell, als machtsolidarisches Nutztier, in der Verfügung und unter Kontrolle des Weltgeldes und seiner neuen eugenischen Maßnahmen globaler Bevölkerungsreduktion und der Auslöschung von Überflüssigen und Abweichlern.<br>Wir sind verraten und verkauft, mental zersetzt, mundtot und ohne Kraft zur Gegenwehr.<br>Durch obrigkeitliche Kündigung der Selbstbestimmung des Einzelnen, Enteignung der Sprache durch Propaganda und tägliche suppressive Gehirnwäsche werden mittlerweile lebendiges Selbstdenken als Ausdruck natürlicher, ungebundener Sinnlichkeit, freie Anschauung und Imagination zur egoistischen und gesetzeswidrigen Anmaßung als kranker, aufsässiger, verbotener Wahn degradiert.</p>



<p>Mein Land gewährt mir darum kein Asyl. Als unabhängiger, nicht staatsdienlicher, freier Denker trete ich ein in die Stunde Null.<br>Wie lange wird sie dauern?</p>



<p>*&nbsp;&nbsp;&nbsp; J. W. v. Goethe, Zyklus <em>Urworte, Orphisch</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Gemälde: <em>Monte Verita</em> von Frank Sämmer, 2011.</p></blockquote>



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		<title>Rabenansprache</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/rabenansprache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 May 2021 07:19:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Frank Sämmer vom 7. Mai 2021. Ihr lieben gefiederten Freunde, lasst euch berichten. Wunderlich geht es zu in der Menschenwelt. Ihr Schicksal steht nicht &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading"><em>von Frank Sämmer</em> vom 7. Mai 2021.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Berenice_G_21_Saemmer_2.jpg" alt="" class="wp-image-1992" width="636" height="465" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Berenice_G_21_Saemmer_2.jpg 790w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Berenice_G_21_Saemmer_2-300x219.jpg 300w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Berenice_G_21_Saemmer_2-768x561.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 636px) 100vw, 636px" /></figure></div>



<p><br>Ihr lieben gefiederten Freunde, lasst euch berichten. Wunderlich geht es zu in der Menschenwelt. Ihr Schicksal steht nicht mehr unter dem Gebot der Rabengötter.<br>Eine lumpige Elite schmallippiger weltpolitischer Parvenüs und feudaler Großkaufleute wollen sich selbst in den Himmel erheben und zu Göttern ihrer klügelnden Beschränktheit aufwerfen. Dabei sollen die göttliche Natur und das Weltwissen maßgeblich nicht mehr unverfügbar sein, sondern fortan patentiert in ihre Geldhände übergehen. Mit Hilfe totalitärer politischer Pöstchenhuber und maskierter Betrugswissenschaft haben sie das axiomatische Narrativ einer grundkranken Welt ausgeheckt und so die unheilbare Rabenpest erfunden.<br>Ihr Vögel am Himmel hütet euch. Haltet das blaue Firmament fest.</p>



<p>Jetzt ist der ehedem gottesebenbildliche Mensch, aber auch die Tiere, Pflanzen und Dinge, Ansichten souveräner, wundervoller Schöpfung – allesamt banal, fehlerhaft und infektiös und damit notwendiger diagnostischer Selektion unterworfen.<br>Der Coup ist lange vorbereitet. Es geht um die Krönung der Ideologie des wirtschaftlichen Neoliberalismus als demokratischer Faschismus im Weltmaßstab.<br>Eine politische Global Governance des ganz großen Kapitals hat mit Hilfe von Tech-, Daten- und Pharmaindustrie dazu das größte, progressive Geschäftsmodell aller Zeiten entwickelt und alle Dinge und Lebensumstände unter den geraubten Vorbehalt mittelbarer Nützlichkeit und Verwertung gestellt.<br>Auch Geist und Körper jedes einzelnen sind jetzt in den Besitz einer schlimmen Globalisierungssekte von enthemmten „Philanthropen“ und fanatischen Eugenikern geraten, die mit ihren kranken Geschäftsmodellen schon die Jahreszeiten, die Luft zum Atmen, das Weltklima, Länder und Meere, die Lebensmittel und den freien Wind, der aus den Wolken springt, gekauft, gerädert und vergiftet haben.<br>Jetzt haben sie unsere natürliche Gesundheit und unsere körpereigenen Abwehrkräfte gegen Krankheiten entdeckt. Wir sind fortan nicht mehr gesund, wenn wir nicht krank sind, sondern erst wenn wir uns zwangsweise fortdauernder Kontrolle und medizinindustrieller Behandlung unterziehen.<br>Und das vergiftete Angebot ist obsoleszent, jede Impfung, jede Spritze, jeder medizinische Eingriff, jede Blut– und Organspende, jede Abtreibung sind nur von begrenzter Wirkungsdauer und Nutzen.<br>Eine Räuberbande hat mit Hilfe gekaufter rot-schwarzer Staatsregierungen und allerlei grünen Weltbereinigern supranationaler Organisationen und unbeauftragten privaten Agenten der Ameisenstaaten jeden Zentimeter unserer Haut und jede Zelle unseres Körpers besiedelt.<br>Die Propagandainstitute ihrer Halbwissenschaft entwürdigen das Humanum zum Cybersklaven einer kontrollierten und überwachten Maschinenwelt.<br>Die Persona, ihre Individualität, ihr autonomes Selbst, Sinn und Maßstäbe kultureller Wertigkeiten und Prägung, die vorpolitisch garantierten Freiheiten von &nbsp;&nbsp;Grund &#8211; und Menschenrechten sind nun der totalen kapitalistischen Kontrolle der Modern Money Theorie und ihres dystopischen Transhumanismus überantwortet.<br>So nehmen auch die Wahnvorstellungen der Warlords und Oligarchen vom militärischen Tiefenstaat Gestalt an, die von einer sauberen Entkeimung und Reduzierung der Weltbevölkerung träumen.<br>Die Kritiker der Macht, die Unangepassten, die Freiheitlichen, die Phantasten müssen zum Schweigen gebracht werden und alles, was der Macht nicht nützt – unproduktive Kostenverursacher, Alte, nicht mehr ausbeutbares Humankapital mit negativem ROI.<br>Dabei gibt es keine Evidenzen mehr. Forderungen nach Faktizität, Vernunft, Logik und Nachprüfbarkeit demokratischer Machtbefugnisse gelten als Verschwörung.<br>Aber kein Verschwörungstheoretiker, kein noch so vorstellungsbegabter Pessimist könne erahnen, was uns in den Gulags und Straflagern des demokratischen Faschismus nach unserer politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Entrechtung droht und was hinter den Türen der neuen T4 Zentraldienststellen der posthistorischen Welt.</p>



<p>Aber Sprache, Denkkraft, Begabung und Können, unser Fleisch und Blut, Grund und Boden, Haus und Hof, der Erwerb unserer Hände sind unser Eigentum.<br>Sowie unsere Gesundheit, an der wir uns freuen dürfen.<br>Unsere eigene Immunbegabung schützt vor Krankheiten. Wenn nicht, helfen Ärzte unseres Vertrauens. Ansonsten steht unser Schicksal im Buch der Götter.<br>Aber niemals im Kontobuch einer angemaßten dystopischen Weltordnung und der Pressbüros ihrer Dunkelmänner und Vollstrecker.</p>



<p>Die bedrohliche Pandemie durch ein Coronavirus, das älter ist als der Mensch und vermutlich noch das Erdenrund besiedelt, wenn sich der Mensch aus der Evolution schon wieder verabschiedet hat, ist nur magisches Blendwerk krimineller Machenschaften.</p>



<p>Wir stehen im Heil. Wandern wir nicht im Raum des Wunderbaren, mit seltsamen Tieren und schimmernden, güldenen Metamorphosen neben uns? Bei der lebensspendenden Vermählung mit der uns umgebenden göttlichen Natur und ihrer dinglichen und wesenhaften Verkörperung stehen uns bis hin zu den winzigsten geflügelten Organismen Helfer treu zur Seite, die als Viren, Bakterien und seltsame Keime in unseren Organen viele Funktionen des Körpers regeln und freundlichst sich kümmern.<br>Für einen Schluck reinen Wassers und einen Bissen Brot arbeiten sie im Auftrag des Lebendigen fast unentgeltlich. Sie sind ein Teil von uns, wir sind auch sie. Machen wir sie nicht unglaubwürdig und vergrämen wir sie nicht!</p>



<p>Darum wollen wir natürlich bleiben und der Zerstörung unserer Verwurzelung im Tatsächlichen deutlich widersprechen. Lasst in den Tagen der deutschen Enge und ihrer despotischen Vorwände noch mal freie Gedanken fliegen, so lange es eben geht. Die Plattitüden des Bösen werden uns lange genug bedrängen und die Abwicklung unserer körperlichen und geistigen Unversehrtheit wird tiefe Wunden schlagen.<br>Hoffen wir darauf, dass Hugin und Munin, die entflogenen Götterraben doch noch endlich zu uns in die Heimat zurückfinden und wir Bericht erhalten, wohin wir uns wenden können und erinnern, wie wir der unaussprechlichen Leere, der unbeschreiblichen Bildlosigkeit und dem schrecklichen Gelaber der vielen selbstlosen Unmenschen entrinnen können.</p>



<p>Etwas Besseres als den Tod finden wir überall.</p>



<p> </p>



<p><strong>Gemälde von Frank Sämmer: &#8222;Berenice&#8220;, 1985, Öl auf Leinwand, 110 x 150 cm</strong></p>



<p> </p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:25% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/tabu-frank-saemmer.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="790" height="800" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Tabu.jpg" alt="" class="wp-image-1994 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Tabu.jpg 790w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Tabu-296x300.jpg 296w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/05/Tabu-768x778.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 790px) 100vw, 790px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h5 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Tabu&#8220; &#8211; Frank Sämmer</strong><br></h5>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Original:</strong> 1994, Öl auf Leinwand, 75 x 75 cm<br><br><strong>Druck:</strong> High End Museumscan vom Original, Farbanpassung an Original, Digital Fine Art-Inkjetdruck auf Hahnemühle matt Photo Rag® Ultrasmooth (305g/m²), Blattgröße 95 x 95 cm.<br><br><strong>Rahmenbreite:</strong> 13,5 mm<br><br>Erhältlich als:<br><strong>Druck ohne Rahmen:</strong> Sorgfältig verpackt und geschützt. Lieferung als Rollenversand in ca. 3 Werktagen. Versandkosten 12 Euro.<br><br><strong>Druck mit Rahmen von HALBE®:</strong> Aluminium Rahmen, weiß matt, Mirogard-Glas entspiegelt. Lieferung per Spedition in ca. 10 Werktagen.<br><br><strong>Alle gerahmten Artikel werden versandkostenfrei geliefert.</strong><br></h5>



<p>Weitere Rahmen- und Glasvarianten können Sie gerne bei uns anfragen unter der Rufnummer: (02591) 2590 240 oder unter der E-Mail-Adresse: <a href="mailto:&#105;n&#102;&#111;&#64;&#109;anuscript&#117;&#109;&#46;&#100;e">i&#110;&#102;&#111;&#64;manusc&#114;ip&#116;&#117;&#109;&#46;&#100;e.</a></p>



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<p> </p>
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		<item>
		<title>Der Maler spricht</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/der-maler-spricht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 11:19:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Frank Sämmer vom 16. März 2021. „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass nichts von dem, was einmal war und überwunden schien, durch das, was &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">von Frank Sämmer vom 16. März 2021.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/03/NucleusAccumbens_2011-2.jpg" alt="" class="wp-image-1925" width="521" height="418" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/03/NucleusAccumbens_2011-2.jpg 800w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/03/NucleusAccumbens_2011-2-300x240.jpg 300w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/03/NucleusAccumbens_2011-2-768x615.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px" /></figure></div>



<p><em>„Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass nichts von dem, was einmal war und überwunden schien, durch das, was mittlerweile geschah, sich abhalten lässt, zurückzukehren.“</em> </p>



<p><em>&#8211; </em>Albert Paris Gütersloh, „Gesetz von der Symbiose der Zeiten“</p>



<p></p>



<p>Am Ende des abendländischen Europa und dem Anbruch der neuen Cyberwelt von Gottesferne, Massendemokratie, Kontrollstaat und Elektrifizierung, in den schlimmen Zeiten politisch administrativer Virendespotie und der Übergriffe der Obrigkeit in die natürlichen und gesellschaftlichen Umstände von Leib und Leben entrechteter Bürger, erscheint es vielleicht etwas ungeläufig, noch zu malen und zu schreiben über so zarte, fromme Fragen wie die der menschlichen Wahrnehmung, des Augensinns und seiner metaphysischen Natur.</p>



<p>Zurzeit werden wir alle von Angehörigen und Freunden, den sozialen, bergenden Bindungen und dem menschlichen Gespräch und Gedankenaustausch maskiert entfremdet, arrestiert und von Verordnungen undemokratischer, korrupter Ämter, Gerichte und anderer schrecklicher Vollstrecker in Polizei und Propagandapresse in ständige Atemnot und existenzielle Bedrängnis abgeführt.</p>



<p>Ideologisch veraltete und personell runtergekommene politische Parteien haben in Ermangelung eigener ideeller Rechtfertigung nur für ihren Machterhalt die Bürger und Kulturen aus den Selbstbegründungen der alten Welt und ihrer heimatlichen Räume in die neue Normalität einer unlegitimierten, bodenlosen, globalen Tech – und Finanzelite überführt.<br>Schon seit vielen Jahren werden die gesellschaftlichen Lebensumstände des Menschen privatisiert und kapitalistisch nutzbar gemacht. Dabei sind den modernen Sklavenjägern nicht nur das Erdenrund, Weltraum, Weltzeit, Himmelszelt, Felder, Wälder, Grundgewässer und Inseln, das reiche, blaue Land der tiefen Meere zugefallen und der leichtfüßige Wind der kopflos aus den Wolken springt, gerädert und zerlegt.<br><br>Jetzt haben sie es auf den Menschen selbst, seine göttliche Seele und seine Natur aus Fleisch und Blut, seinen Kopf, seinen Namen und sein Wort abgesehen. Für die Vernützlichung seiner Lebenskraft und tatsächlichen Wirklichkeit braucht es keine Plantagenwirtschaft mehr. Die demokratisch kapitalistische Tiktakherrschaft der Inkompetenz und ihre schmallippigen, herzlosen Wesire, die ohne Pass und seine Kennnummern augenblicklich zu Staub zerfallen, die gesundheitspolitischen Staatsinstitute mitsamt ihren gekauften Ärzten, Wissenschaftlern und Verbänden, allesamt Emporkömmlinge und linkshemisphärische Mutanten gesunder Menschennatur, die gottlosen Staatskirchen und ihre Virenpriester – deregulieren mit schwachem Zauber, sinnlosem Zahlenwerk, bunten Buchstabenspielen und der Macht entseelter Algorithmen eine krank- konditionierte Bevölkerung.<br>Im Verbund mit den philantropischen Neuschwaben aus Silicon Valley, den Herolden künstlicher Intelligenz und allen anderen Begradigern und grünen Bereinigern der Welt gilt es nun, die grundsätzliche Unverfügbarkeit göttlicher Natur zu kündigen, den Menschen aus seiner Unvollkommenheit zu führen und seine Existenzschuld nachhaltig zu tilgen. Die Sünde seiner frühen Geburt, sein natürlicher Aberglaube, die Zweifel an der Macht der allwissenden Zwingherren und ihrer Wettervorhersagen für die nächsten 1000 Jahre, die Sonnenaktivität zu regeln, den grundkranken Menschen durch Eugenik nachhaltig zu heilen und vor allen bösen Viren und Krankheiten der alten Welt in Sicherheit zu bringen.</p>



<p>Von den westlichen Massendemokratien und ihren sogenannten Volksvertretern wird dem Menschen des alten Abendlandes keine Hoffnung auf Erlösung aus dem Jammertal mehr zuwachsen.<br>Als politische Wasserträger der Erzeliten und Metallfürsten aus One-World-Finanz und Technobusiness sind sie gekaperte, autoritäre Vollstecker. Sie wähnen sich als politische Sieger der Geschichte der Moderne im Wettstreit der alten, auf ewig vergangenen, antagonistischen Ideologien und errichten fortan unhinterfragbare und alternativlose Tugenddiktaturen, exekutieren die bürgerlichen Grundrechte und schicken ihre Sprach- und Gedankenpolizei aus – am Ende der Geschichte</p>



<p>Aber die Nacht – und Schattenseiten solchermaßen datenbasierten, kontrollierten, fremdbestimmten, elektrifizierten Lebens und seiner Anmaßungen werden nun immerhin im Licht der Dummheit und Unfähigkeit der roten Politnasen und ihrer Einheitspartei sichtbar und die Tristesse und Hässlichkeit der Philanthropen vom WWF und ihrer eugenischen Saubermänner hinter der potemkinschen Trümmerlyrik für jedermann erlebbar.</p>



<p>Gemälde: <em>Nucleus Accumbens</em>, Frank Sämmer 2011.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:32% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/manuscriptum-galerie/tabu-frank-saemmer.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="250" height="396" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/03/250x396_Saemmer-gerahmt.jpg" alt="" class="wp-image-1928 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/03/250x396_Saemmer-gerahmt.jpg 250w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/03/250x396_Saemmer-gerahmt-189x300.jpg 189w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h5 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Tabu&#8220; &#8211; Frank Sämmer</strong></h5>



<p><strong>Original:</strong>&nbsp;1994, Öl auf Leinwand, 75 x 75 cm</p>



<p><strong>Druck:</strong>&nbsp;High End Museumscan vom Original, Farbanpassung an Original, Digital Fine Art-Inkjetdruck auf Hahnemühle matt Photo Rag® Ultrasmooth (305g/m²), Blattgröße 95 x 95 cm.</p>



<p><strong>Rahmenbreite:</strong>&nbsp;13,5 mm</p>



<p>Erhältlich als:<br><strong>Druck ohne Rahmen:</strong>&nbsp;Sorgfältig verpackt und geschützt. Lieferung als Rollenversand in ca. 3 Werktagen. Versandkosten 12 Euro.</p>



<p><strong>Druck mit Rahmen von HALBE®:</strong>&nbsp;Aluminium Rahmen, weiß matt, Mirogard-Glas entspiegelt. Lieferung per Spedition in ca. 10 Werktagen.</p>



<p><strong>Alle gerahmten Artikel werden versandkostenfrei geliefert.</strong></p>



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		<title>Frank Sämmer: Die großen und die kleinen Anpasser</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-grossen-und-die-kleinen-anpasser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 07:08:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Talleyrand geblickt. Selbstdenker am Werk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Frank Sämmer vom 26. Februar 2021. Der postmoderne und postfaktische Künstler der BRD, den ich im Zeitraum der jüngeren Geschichte mit meinem eigenen biografischen &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/die-grossen-und-die-kleinen-anpasser/">Frank Sämmer: Die großen und die kleinen Anpasser</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
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<h5 class="wp-block-heading">von Frank Sämmer vom 26. Februar 2021.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/02/Ankunft_d_Optimierer_2005-678x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1893" width="485" height="732" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/02/Ankunft_d_Optimierer_2005-678x1024.jpg 678w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/02/Ankunft_d_Optimierer_2005-199x300.jpg 199w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/02/Ankunft_d_Optimierer_2005-768x1159.jpg 768w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/02/Ankunft_d_Optimierer_2005-1018x1536.jpg 1018w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/02/Ankunft_d_Optimierer_2005-1357x2048.jpg 1357w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/02/Ankunft_d_Optimierer_2005.jpg 1370w" sizes="auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px" /><figcaption>Bild: Ankunft der Optimierer von Frank Sämmer, 2005</figcaption></figure></div>



<p>Der postmoderne und postfaktische Künstler der BRD, den ich im Zeitraum der jüngeren Geschichte mit meinem eigenen biografischen Hintergrund erlebt habe, war immer und von Anfang an ein Meister obrigkeitlicher Konformität.<br>Von begnadeter spätgeburtlicher Tugendhaftigkeit, ging ihm der Verrat seiner persönlichen Innerlichkeit und kindgöttlichen Freiheiten leicht von der Hand.<br>Ohne kulturelle Wertigkeiten und Maßstäbe fristet er bis heute ein inszeniertes Leben, haltlos, ohne Heimat, immer in der Angst, dass ihn seine Staatsfolge und die wohlfeilen Konformitätsbeteuerungen nicht ausreichend legitimieren könnten.</p>



<p>Wenn er noch eine eigene, innere Stimme aus den Müllbergen seiner gesellschaftlichen Verwertbarkeit vernimmt, kann er sie nur für einen peinlichen Irrtum halten.<br>Er hat kaum mehr als die verblasene Seele eines herzlosen Musterknaben und selbstgerechten Wendehalses.<br>Von klein an Staatsschüler, dann Staatsakademiker, Staatslehrer, Lieferant und Profiteur des staatskapitalistischen Kunstbetriebs &#8211; ist er von Beruf Raumausstatter der Macht der politischen Eliten und ihrer Staatsparteien.<br>Seine künstlerischen Produkte sind in aller Regel nicht Ausdruck eigener anschaulicher Erkenntnisse oder ihrer metaphysischen Hintergründe, sondern nach der staatskünstlerischen Ideologie der BRD, Einsicht verhindernde, politisch korrekte und nullkünstlerische Obsoleszenzwaren ohne Gestalt und Bedeutung.<br>Als vom gelebten Leben entfremdete Abstraktionen sind sie Fraktale der Beliebigkeit, Flecken abgestürzter Sinnhaftigkeit, lediglich geometrische Formen und Formlosigkeit in bunter Mischung, vorgetäuschter Kitsch.<br>Wenn ihm aber doch mal ein Gegenstand unbedacht und unzensiert zufliegt, und damit eine Erinnerung an sinnvolles, tatsächliches Sein, muss er schnell im Atelier des Dilettantismus auf den Kopf gestellt oder anderswie verunklärt und zertrümmert werden.<br>So ist die Anrede „Künstler“ mittlerweile zu einem Unwort verkommen.<br>Freiheit in Wort und Bild kann er sich einfach nicht mehr leisten. Er will auch dahinter keinen tieferen Sinn ausmachen – solange er sich nur auf der Seite der demokratisierten „Vielen,“ massendemokratischen Mitläufer weiß.</p>



<p>Trotz alledem muss der famose Kulturdödel jetzt erleben, wie er im Rahmen der Coronadiktatur in die Ablage der gesellschaftlich Verzichtbaren gerät.<br>Aber warum soll er klagen? Mitgehangen, mitgefangen, geraten der korrekte Staatskünstler und seine obrigkeitliche Nullkunst in die Konkursmasse eines abgewirtschafteten Systems.&nbsp; Sein banaler Formalismus ist plötzlich von gestern und er weiß es wohl. Darum schweigt er lieber still und legt die Ohren an. &nbsp;</p>



<p>Lautes Gejammer erschallt dagegen aus den Reihen der sogenannten „Kreativen“, denen jetzt ihr ohnehin kleines Budget am Rande des Existenzminimums genommen wird.<br>Eine Schicht kleinkünstlerischer Selbstverwirklicher, selbstbeauftragter Ich-Aktionäre ohne Kulturauftrag und ausreichende Bildung. Sie sind eine Erscheinung der späten BRD zur Verschönerung der Arbeitslosenstatistik und zur allgemeinen gesellschaftlichen Befriedung.<br>Der „Kreative“ ist meist Noteinsteiger, minderorigineller Brezelkünstler ohne Hang zur Könnerschaft. Hierarchien sind ihm fremd, er ist Begabungsdemokrat, Kitschier tragbarer Nettigkeiten. Er bewegt sich zwischen den Attrappen allgemeiner kultureller Entfremdung, im Niemandsland dekonstruierter Wertigkeiten klassischen Geistes und beliebiger Kunstbegriffe.</p>



<p>Als notorischer Hedonist, Unentschlossener, Verwirrter und Spätaufsteher gehört er zu den unvermeidlichen Opfern des materialisierten und turbokapitalisierten Fortschritts und ist zugleich eine seiner Ausdrucksformen.<br>In der Krise ordnet ihn die Obrigkeit in die Freizeitsparte ein. So gesehen ist er kulturell tatsächlich verzichtbar.<br>Es tut mir herzlich leid, aber das Wehgeschrei des Schwindelmeiers ist mir nur eine klitzekleine Träne wert.</p>



<p></p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:28% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/graf-peters-einzug-in-neapel.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/09/Saemmer-Graf-Peters-gerahmt-1-1024x681.png" alt="" class="wp-image-1301 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/09/Saemmer-Graf-Peters-gerahmt-1-1024x681.png 1024w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/09/Saemmer-Graf-Peters-gerahmt-1-300x199.png 300w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/09/Saemmer-Graf-Peters-gerahmt-1-768x510.png 768w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/09/Saemmer-Graf-Peters-gerahmt-1-1536x1021.png 1536w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/09/Saemmer-Graf-Peters-gerahmt-1-2048x1361.png 2048w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/09/Saemmer-Graf-Peters-gerahmt-1-700x465.png 700w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h5 class="wp-block-heading">&#8222;Graf Peters Einzug in Neapel&#8220; &#8211; Frank Sämmer</h5>



<p><strong>Original:</strong>&nbsp;2014, Blattgold, Öl auf Leinwand, 100 x 140 cm</p>



<p><strong>Druck:</strong>&nbsp;High End Museumscan vom Original, Farbanpassung an Original, Digital Fine Art-Inkjetdruck auf Hahnemühle matt Photo Rag® Ultrasmooth (305g/m²), Blattgröße 120 x 160 cm.</p>



<p>Inklusive Aluminium Rahmen von HALBE®, weiß matt, Plexiglas.<br><br><strong>Alle gerahmten Bilder werden versandkostenfrei geliefert.</strong></p>



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