Wiener Aktionismus 2022

Eine wahre Begebenheit.

Von Patrizia Müller vom 25.02.2022

In einem Wiener Supermarkt. Lange Schlange vor der Kassa.

Ein Bub tritt dem Herrn vor ihm immer wieder gegen die Waden.

Der Herr spricht die Mutter des Buben an: „Bitt’schön, könnten’s dem Bubn soagn, dös a damit aufhöat?“

Antwort der Mutter: „Na, dös konn i net, dör is antiautoritär derzogen.“

Der Herr greift in seinen Einkaufskorb, nimmt ein Honigglas heraus, öffnet es und lässt den Honig über den Kopf des Buben fließen, mit den Worten: „Dös bin i a.“

Stimme aus dem hinteren Ende der Schlange: „Dön Honi zohl i.“

Leben unterm Regenbogen

Das neue Geschlechterregime und seine Folgen

Der Mythos von den „Befreiungsbewegungen“ hält sich hartnäckig: Gender-Doktrinen und der heutige Feminismus sind aber nicht bloß sexistisch gegenüber Männern, sondern auch zutiefst frauenfeindlich. Bedürfnisse, die von der magersüchtigen Doktrin der Gleichheit von Mann und Frau abweichen, werden nicht geduldet. Mit dem biologischen Geschlecht wird eine der elementarsten Tatsachen menschlicher Existenz geleugnet: die Bezogenheit der Geschlechter aufeinander, ohne die es uns alle nicht gäbe. In den sozialen Medien hat sich ein bunter Chauvinismus breitgemacht, der systematisch einen Keil zwischen die Geschlechter treibt – gefördert und vorangetrieben von der Politik. Auf der Homepage einer deutschen Stadtverwaltung „hebt“ man „gezielt den Geschlechterdualismus auf“ und ein britischer Richter erklärte die Überzeugung, dass es nur zwei Geschlechter gebe, für „in einer Demokratie nicht achtenswert“.
Pendant und Voraussetzung dieser Zerstörung der Zweigeschlechtlichkeit ist ein Kult sexueller Abweichung, der sich im Phänomen des „Drag Kids“ mittlerweile auch auf Kinder erstreckt. Die Lage ist historisch einzigartig: Eine Gesellschaft repräsentiert sich nicht in ihrer militärischen Macht, in ihren zivilisatorischen Errungenschaften und in ihren Gotteshäusern – stattdessen sucht sie ihren Ausdruck in der Zersetzung des natürlichen Geschlechts und in der Feier „interessanter“ Minderheitensexualitäten. Wie konnte es dahin kommen? Und: Gibt es Gegenkräfte?

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