Die Gespensterepidemie im Dezember 2020

Hier ist die Aktualisierung meines Eintrags vom 10. Mai und vom 16. Oktober und der dort gezeigten Sterbetafeln 2016 bis 2020 nach Monatsdaten vom 1. Januar bis zum 22. November, dem letzten Datum, für das heute (18.12.20) Zahlen aus dem laufenden Jahr vorliegen. Deswegen werden auch die Vorjahre nur bis zu diesem Datum gezeigt und aufsummiert.

Die (aktualisierte) Lesehilfe:

In der letzten Spalte sehen Sie die Summe der standesamtlich registrierten Sterbefälle in den Jahren 2016 bis 2020, jeweils vom 1. Januar bis zum 22.November. Dies ist die einzige Zahl, die über ein epidemisches Geschehen oder Nichtgeschehen in Deutschland zuverlässig Auskunft gibt.

Sie zeigt, daß es eine Übersterblichkeit in Deutschland  im Jahre 2020 weiterhin nicht gibt. Die Zahl der Sterbefälle im laufenden Jahr liegt in etwa im Durchschnitt der letzten fünf Jahre und immer noch unterhalb der Werte des Jahres 2018. Sie ist damit epidemisch völlig unauffällig.

Übersterblichkeit doch: in Pflegeheimen.

Seit Oktober zeigen die Monate des Jahres 2020 eine leichte Übersterblichkeit gegenüber dem Mittelwert der Vorjahre (+3,6% bis 6,6%)  Dies war auch schon im April 2020 der Fall (+7,6%). Am 22. März trat die Kontaktsperre für Alten- und Pflegheime in Kraft. Die Universität Bremen weist hier darauf hin, daß etwa 60% aller „an-und-mit-Corona-Verstorbenen“ pflegebedürftige, in Pflegeheimen oder von Pflegediensten betreute Personen waren, obwohl deren Anteil an den „bestätigten Fällen“ des RKI nur 8,5% beträgt. Die Insassen der kontaktgesperrten Pflegeheime traf es besonders: Hier lebt nur knapp 1% der Bevölkerung, das aber 50% der „Corona-Toten“ stellte. Offizielle Zahlen gibt es nicht, aber auch hinsichtlich der Übersterblichkeit im Oktober und November mehren sich die Hinweise darauf, daß die „Corona-Todesfälle“ im wesentlichen aus Alters- und Pflegeheimen stammen:

Das bestärkt natürlich meinen schon am 6. Mai geäußerten Verdacht, daß nicht „Corona“, sondern die Corona-Maßnahmen Ursache der Übersterblichkeit in den Pflege- und Altersheimen ist. Hier noch eine Tabelle zu der Altersverteilung „alle Sterbefälle“ und „Corona Sterbefälle“ nach Daten des Statistischen Bundesamtes.

Todesfälle nachAlleCorona*
Alter 2020 Oktober in % in %
unter 702112
70 bis 802121
80 bis 903846
90 und älter2021
*Das sind die laut RKI an und mit Corona Verstorbenen. Also: Altersgruppe 70+ = 87% aller Coronatoten. Altersmedian 83 Jahre.

Bei der amerikanischen CDC findet sich eine Tabelle der Komorbiditäten jener bis zum  16 Dezember in den USA mit der Todesursache Covid-19 festgestellten 224.000 Todesfälle unter den Überfünfundsechzigjährigen. Ich gebe sie hier stark verdichtet wieder:

ICD J09:J18 Influenza/Pneumonie: 91.000 = 41%

ICD I10-199: Herz-/Kreislauf: 143.000 = 65%

ICD E10- 14 Diabetes: 32.000 = 15%

ICD G30 Alzheimer: 19.000 = 9%

Es handelt sich hier also nicht um Erkrankungen, sondern um Zweit- oder konkurrierende Ersttodesursachen, die sich, weil zusammenwirkend, auf mehr als 100% der Covid-19-Fälle summieren. Wer es wagt, bei solch multimorbiden alten Menschen von  „Corona-Opfern“ zu sprechen, der will täuschen.

Erstes Corona-Opfer:  Die Grippe – gänzlich ausgerottet:.

Man mag es nicht glauben, aber das Influenza-Virus, das uns seit mindestens 120 Jahren als Russische, Spanische, Asiatische Grippe heimsucht, hat das Jahr 2020 nur kurz überlebt. In der 13. Kalenderwoche – Corona hatte gerade begonnen, die Titelblätter zu füllen – war es nicht nur medial, sondern tatsächlich auch epidemologisch vom Erdboden getilgt. Wer‘s nicht glaubt…: bitte sehr:

Falls unleserlich: die letzten Zuckungen des altbewährten Erregers fielen tatsächlich in die 12., 13. und 14. Kalenderwoche des Jahres 2020, also in die Mitte des April. Danach fand diese Alle-Jahre-Wieder-Epidemie nicht mehr statt. Die Corona-Viren hatten somit ihre Übeltaten zuerst an den Influenza-Viren vollbracht. Die Grafik stand ursprünglich auf der Webseite des RKI. Dort ist sie nicht mehr zu finden, aber noch auf der der „Nationalen Lenkungsgruppe Impfen.“ Der Untergang der Grippe ist übrigens kein deutsches Phänomen. Die WHO verzeichnet es weltweit:

Ein eigentlich wundersames Geschehen, allenfalls damit zu erklären, daß der weltweite Maskenball mit den falschen Requisiten stattfindet: Die Gesichtsmasken sind für Corona-Viren gar kein Hindernis, sperren hingegen Influenza-Viren vollständig aus.

Aber vielleicht packt eines der unzähligen Influenza-Partikelchen bei Gelegenheit mal aus und whistleblowt auf Twitter: „Wir sind gar nicht verschwunden, wir sind bloß umgebucht.“

Das Krankheitsbild, das derzeit als Sars-Cov-2 dramatisiert wird, steht eigentlich für eine Allerweltskrankheit, die nach der ICD-Klassifikation der WHO in das Diagnosekapitel X: „Krankheiten des Atmungssystems“ mit den Unterkapiteln J00-J99 gehört. 

Die diversen „Krankheiten des Atmungssystems“ treten in Deutschland mit Fallzahlen von jährlich vier- bis fünfhunderttausend und mit Todesfällen zwischen sechzig- und siebzigtausend auf. Hier ist der Verlauf der Todesfälle zwischen 2008 und 2018 nach einer Grafik des Statistischen Bundesamtes:

Von diesen Todesfällen der Diagnoseklasse X beansprucht das RKI (per 13.12.20) 21.787 für seine Gespensterepidemie, bucht sie aber diagnostisch in die IDC-Klasse XII (Krankheiten mit unklarer Ätiologie) und zwar nicht nur dann, wenn ein Virus nachgewiesen wurde, der Patient aber keinerlei Symptome zeigt (XII U07.1!), sondern auch dann, wenn kein Virus nachgewiesen wurde, der Arzt aber Covid-19 trotzdem nicht ganz ausschließen will (XII U07.2!). Zu letzterem  könnte er auch deshalb eine Neigung verspüren, weil alle Behandlungs­leistungen in Covid-19-Fällen (Ziffer 88240) das Privileg genießen, extrabudgetär honoriert zu werden.

Wir haben es also mit folgenden Sachverhalten zu tun:
  • In China stellen Virologen Ende 2019 eine Korrelation zwischen besonderen Symptomen von atemwegserkrankten Menschen und einer kleinen Gensequenz im Blut dieser Patienten fest. Im Computermodell läßt sich aus diesen Gensequenzen hypothetisch der Erbgutstrang eines neuartigen Virus modellieren. Ein so aufgebauter Virus ist und bleibt ein Konstrukt, solange es nicht gereinigt und isoliert als eine Entität vorliegt. Das ist bis heute nicht der Fall.
  • Das Modell des Erbgutstranges des SARS-CoV-2-Virus (also des Corona-Virus) hat bis zu 90%-Ähnlichkeit mit harmlosen und seit Jahrzehnten bekannten Corona-Viren. Die PCR-Tests zielen unter Zugrundelegung eines inzwischen heftig angegriffenen Protokolls (Cormann-Drosten-Paper) darauf ab, kleine Sequenzen dieses Modellvirus durch Amplifikation aus dem Probenmaterial herauszuarbeiten.
  • Die Zahl der Amplifaktionszyklen, in denen das geschieht, ist entscheidend für die Zahl der positiven Befunde, weil nach hinreichend hohen Replikationen das Amplifikat irgendwann mit Sicherheit erscheint. Die Zahl der Zyklen, die sie fahren, sei Sache der Labore, sagt das RKI. Die Rede ist von 35 bis 70 Zyklen. Kritiker halten jeden Test, der nach 25 Zyklen noch kein Positivresultat hat, für falsch und manipulativ.  

Absturzgefahren…

Markus Söder durfte sich im Januar 2020 erstmalig in Davos beim WWF vorstellen. Bei diesem Casting erhielt er von der Jury offensichtlich die Zusatzaufgabe, die anbrechende  „Jahrhundert-Pandemie“ mindestens so effektvoll zu nutzen wie es einstens Helmut Schmidt mit der 1962er Jahrhundert-Flut gelungen war. Während Schmidt aber bis in die City einbrechendes Hochwasser zu dämmen hatte, war es Söders Schuldigkeit, imaginäre Seuchenopfer zu stapeln. Er scheute dabei auch die rhetorisch größten Kaliber nicht und verkündete Ende November, wir hätten es mit einem allwöchentlichen Flugzugabsturz zu tun.

Im Jahre 2020 gab es 3 Tage (2. April, 3. April und 10. August), an denen der Tagesdurchschnitt der Zahl der Sterbefälle von 2.600 um die Zahl der Passagiere eines Langstreckenflugzeug überschritten wurde, also auf über 3.000 stieg.

Im Jahre 2018 gab es  45 Tage, an denen in Deutschland mehr als 3.000 Menschen starben, und in der damaligen ersten Märzwoche eskalierten die Todesfälle gegen 4.000 je Tag (3.932 am 5. März 2018).  Das waren also gleich drei vollbesetzte A380, die da täglich zusätzlich vom Himmel fielen. Markus Söder sah während dieser Absturztage mit Behagen seiner Kür zum Bayern-MP entgegen, und die Bundesregierung blieb gänzlich unberührt. „Grippe sollten wir nicht auf die leichte Schulter nehmen, sie verläuft nicht immer glimpflich“, erklärte Gesundheitsminister Spahn am 25.10.2018 angesichts der sich damals abzeichnenden 25.000 Grippe-Todesfälle. Dabei hätte er es auch 2020 belassen können und sollen. Aber anders als damals hatte die Bundesregierung diesmal den Auftrag bekommen, die Gelegenheit zur Einführung eines kalten Ausnahmezustandes beim Schopf zu packen. Von wem?

Der Barbarossa-Komplex

Oppositionelle Kräfte beschweren sich auch bei dieser Gelegenheit über den „deutschen Untertanengeist“, der die Leute ein Maskengebot so widerstandslos befolgen läßt. In der Tat gibt es in der deutschen Seele eine stille Voraussetzung, nämlich die, daß der Kaiser es gut mit seinem Volke meine. Man könnte das den deutschen Barbarossa-Komplex nennen. Er ist aber auch die Grundbedingung des deutschen Alltagsfleißes, indem er die Sorgen teilt: Denke Du, Kaiser, ans Gemeinwohl und die Zukunft, indes wir unbesorgt von solchen Fragen unsere Kühe melken, Schuhe besohlen, Häuser errichten, Maschinen konstruieren und unsere Kinder ins Leben führen können. Das war nicht die schlechteste Teilung der Verantwortung, wie man spätestens heute weiß, da das sonderangebotsverlockte Mädchen sich verpflichtet fühlt, bei der Wahl seiner Pumps das Wohl indischer Kühe, vietnamesischer Kinder und des irdischen Klimas gleichzeitig zu bedenken – mit der unausweichlichen Folge in einen Zustand aufgeschaukelter Narretei zu geraten…  

Aber Voraussetzung für den Barbarossa-Komplex ist natürlich das tiefe Vertrauen in eine wohlwollende, weitsorgende und dem Gemeinwohl dienende „Obrigkeit“. Nur: die gibt’s nicht mehr. Was sich auf den Stühlen des Reichtags herumdrückt sind folgsame Untertanen einer Obrigkeit, die ihren Namen nicht nennt.

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