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	<title>Wir da draußen. Verlagsgeschichten Archive - Manuscriptum</title>
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	<title>Wir da draußen. Verlagsgeschichten Archive - Manuscriptum</title>
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		<title>Meinungsfreiheit in Lüdinghausen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Oct 2021 09:54:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir da draußen. Verlagsgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Felix Menzel vom 25. Oktober 2021. In Deutschland herrscht ein eigentümliches Verständnis der Meinungsfreiheit. Das kann man auch im politisch eher bedeutungslosen Lüdinghausen beobachten. &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/allgemein/meinungsfreiheit-in-luedinghausen/">Meinungsfreiheit in Lüdinghausen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
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<h5 class="wp-block-heading"><em>von Felix Menzel  </em>vom 25. Oktober 2021.</h5>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/meinungsfreiheit-in-luedinghausen.png" alt="" class="wp-image-2136" width="439" height="245" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/meinungsfreiheit-in-luedinghausen.png 680w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/meinungsfreiheit-in-luedinghausen-300x168.png 300w" sizes="(max-width: 439px) 100vw, 439px" /></figure></div>



<p>In Deutschland herrscht ein eigentümliches Verständnis der Meinungsfreiheit. Das kann man auch im politisch eher bedeutungslosen Lüdinghausen beobachten. Derzeit versucht hier eine breite Allianz aus Gewerkschaften, SPD, „Rotfunk“, angeblichen „Extremismus-Experten“ und der „Zivilgesellschaft“ den Manuscriptum-Verlag zu diskreditieren.</p>



<p>Das offen erklärte Ziel: Weil der Verlag „Verschwörungstheorien“ verbreite, müsse er „verschwinden“ <a href="https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/muensterland/videos/video-protest-gegen-manuscriptum-verlag-in-luedinghausen-100.html">(WDR)</a>. Dazu finden nun regelmäßige „Mahnwachen“ statt, die laut Eigendarstellung zur „Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit“ gedacht sind. Denn: „Wehret den Anfängen“, so der DGB gegenüber der Lokalpresse. Es könne schließlich auch eine „Art rechtspopulistisches Zentrum“ entstehen, das dann unter einem „Deckmantel“ finanzielle Mittel „für größere rechte Projekte“ einsammelt. Als Quintessenz hält eine von <a href="https://mmm.verdi.de/medienwirtschaft/dritte-mahnwache-vor-verleger-villa-76417">Verdi betriebene Seite</a> daher fest: „Gehört das eigentlich schon verboten, oder darf das noch gedruckt werden?“</p>



<p>Es sei die Frage gestattet, ob den roten Gesinnungswächtern aus Lüdinghausen und Umgebung die berühmte Ansprache von Erich Kästner auf der Hamburger PEN-Tagung vom 10. Mai 1958 entgangen ist. Quasi als Refrain wiederholte Kästner den einprägsamen Satz: „Seit Bücher geschrieben werden, werden Bücher verbrannt.“ Als Ursache dafür nennt er den „Neid, der keinen Weg sieht“, und sich auf „den einzigen Ausweg“ begibt: „ins Verbrechen“.</p>



<p>Geschenkt, daß hier ebenso wie bei Heinrich Heine ein bei Linken typischer Kategorienfehler vorliegt. Aber daran dürften Gutmenschen ja keinen Anstoß nehmen. Insofern können wir bedenkenlos weiter zuhören, was Erich Kästner vor über 60 Jahren über die Schwierigkeiten im Meinungskampf zu sagen hatte. Er mahnte zur moralischen Zurückhaltung, „weil keiner unter uns und überhaupt niemand die Mutfrage beantworten kann, bevor die Zumutung an ihn herantritt“.</p>



<p>Wer beweist also gerade Mut in Lüdinghausen und wer hat eine Zumutung zu ertragen? Manuscriptum-Verleger Thomas Hoof reagierte auf die Anfeindungen der „sektiererischen Lüdinghauser Linken“ mit allerlei öffentlichen Klarstellungen, einem Brief an die Lokalredakteure der Westfälischen Nachrichten, einem an den Bürgermeister und einem Faltblatt an die Anwohner.</p>



<p>Darin wurde erklärt, das Meinungsspektrum des Verlags sei „tatsächlich divers“. Bei Manuscriptum vertreten sind nicht nur <a href="https://www.manuscriptum.de/autoren/h/hoecke-bjoern/nie-zweimal-in-denselben-fluss-bjoern-hoecke-im-gespraech-mit-sebastian-hennig.html">Höcke</a> und <a href="https://www.manuscriptum.de/autoren/g/alexander-gauland/anleitung-zum-konservativsein.html">Gauland</a> (übrigens mit Schriften aus alten CDU-Zeiten), sondern auch und vor allem der Universalgelehrte <a href="https://www.manuscriptum.de/autoren/s/sieferle-rolf-peter.html/">Rolf Peter Sieferle</a>, <a href="https://www.manuscriptum.de/autoren/l/lassahn-bernhard.html">Bernhard Lassahn</a> und <a href="https://www.manuscriptum.de/autoren/b/beleits-michael.html">Michael Beleites</a>, die für Natur-, Landschafts- und Lebensschutz stehen.</p>



<p>Wo bei diesen angeblichen „Brandstiftern“ die „Verschwörungstheorien“ versteckt sein sollen, bleibt schleierhaft. Christian Fuchs, der von der ZEIT für exzessives Stalking gegenüber nonkonformen Geistern bezahlt wird, spricht deshalb lieber vom „Scharnier“. Demzufolge sei Manuscriptum so gefährlich, weil sich der Verlag seine Anschlußfähigkeit an bürgerliche Kreise bewahrt habe.</p>



<p>Doch stimmt das überhaupt? In Lüdinghausen gibt es im <a href="https://www.luedinghausen.de/rathaus-politik/politik/stadtrat.html">Stadtrat</a> eine deutliche schwarz-gelbe Mehrheit. Diese Mehrheit blieb in den letzten Wochen jedoch auffällig still. Im besten Fall duckte sie sich nur weg aus Angst, selbst angeklagt zu werden. Im schlimmsten Fall könnte es allerdings auch zutreffend sein, daß diese „Bürgerlichen“ gar kein Sensorium mehr für die unverschämten Frechheiten des politischen Gegners besitzen und ihm damit freiwillig in die Karten spielen.</p>



<p>Anscheinend stark benebelt von einer moralinhaltigen Substanz verkündete die örtliche SPD: „Auf Steuereinnahmen aus Verlagen, die mit Hass und Verleumdungen ihr Geld verdienen, wollen wir gern verzichten.“ Wohlgemerkt, das kommt aus dem Munde von Steuergeld-Empfängern, denen es nicht mehr reicht, „nur“ von erfolgreichen Bürgern mitversorgt zu werden. Jetzt wollen sie auch noch bestimmen, was die Fleißbienen wann, wo und wie zu tun und zu lassen haben …</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:26% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/das-reich-der-grossen-luege.html"><img decoding="async" width="712" height="1024" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/210511_Pohlmann-Entwurf-4-712x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2138 size-full" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/210511_Pohlmann-Entwurf-4-712x1024.jpg 712w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/210511_Pohlmann-Entwurf-4-209x300.jpg 209w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/210511_Pohlmann-Entwurf-4-768x1104.jpg 768w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/210511_Pohlmann-Entwurf-4-1068x1536.jpg 1068w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2021/10/210511_Pohlmann-Entwurf-4.jpg 1366w" sizes="(max-width: 712px) 100vw, 712px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Friedrich Pohlmann: Das Reich der großen Lüge</strong></p>



<p>Friedrich Pohlmann, Soziologe und TUMULT-Autor, geht auf die geistigen Auszehrungsprozesse und ideologischen Umerziehungsprogramme ein, die die Deutschen zu den Entmutigern ihrer selbst gemacht haben. Es geht um Vaterlosigkeit, 1968, das Elend der Utopien, Verschwörungen in Theorie und Praxis, Mut, Feigheit sowie um die Frage, wie im 2. Corona-Jahr kollektiver Widerstand nicht nur notwendig, sondern auch möglich werden kann. Das große finstere Etwas, das uns beständig Angst machen will, bekommt endlich Kontur.</p>



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<div class="wp-block-button is-style-fill"><a class="wp-block-button__link has-very-light-gray-color has-text-color has-background" href="https://www.manuscriptum.de/das-reich-der-grossen-luege.html" style="background-color:#9d0d1c">Jetzt bestellen&#8230;</a></div>
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<p></p>
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<p></p>
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		<title>Rituale in Frankfurt und Rom</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/rituale-in-frankfurt-und-rom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2019 14:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir da draußen. Verlagsgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Felix Menzel vom 23. Oktober 2019. Bei der Seßhaftwerdung des Menschen spielten kultische Ereignisse und Rituale, mit denen gemeinsame Festessen zelebriert wurden, eine überragende &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/rituale-in-frankfurt-und-rom/">Rituale in Frankfurt und Rom</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
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<h5 class="wp-block-heading">von Felix Menzel vom 23. Oktober 2019.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/10ccb51744cd815af001e33012d25935-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-402" width="512" height="384"/></figure></div>



<p>Bei der Seßhaftwerdung des Menschen spielten kultische Ereignisse und Rituale, mit denen gemeinsame Festessen zelebriert wurden, eine überragende Rolle. Ohne diesen Kult hätte es keine Kultivierung von festen Lebensräumen gegeben und auch keine Kultur im strengeren Sinne.</p>



<p>Der Philosoph Byung-Chul Han begreift Rituale folgerichtig als „symbolische Techniken der Einhausung“: „Sie verwandeln das In-der-Welt-Sein in ein Zu-Hause-Sein. Sie machen aus der Welt einen verlässlichen Ort.“ Verläßlich bedeutet hier, daß sich eine „Gemeinschaft ohne Kommunikation“ verständigen kann. Sich wiederholende Momente tiefer Aufmerksamkeit und eine „Regelleidenschaft“ erzeugen diesen sozialen Zusammenhalt.</p>



<p>Er schwindet, wenn die Räume entgrenzt werden und die Rituale ihre Symbolkraft verlieren. Es ist müßig zu diskutieren, welcher dieser beiden Verfallsprozesse zuerst einsetzte. Fakt ist: Der <a href="https://www.manuscriptum.de/kassiber/das-diktat-der-modernitat.html">moderne Mensch</a> will maximal flexibel sein. Er besitzt deshalb nur noch die Fähigkeit zur flachen Aufmerksamkeit und als Kompensation dieser Oberflächlichkeit neigt er zu Hypermoral und Daueremotionalisierung, um doch noch sporadisch irgendwo Anschluß zu finden.</p>



<p>Diese Situation zwischen dem Drang nach individueller Selbstverwirklichung und dem trotzdem unauslöschlichen Bedürfnis nach Zugehörigkeit charakterisiert unsere Zeit. Sie bringt einen „Warenfetischismus“ <a href="https://www.manuscriptum.de/marx-zur-einfuehrung.html">(Karl Marx)</a> hervor, aber darüber hinaus auch unzählige andere symbolische Vergemeinschaftungen, die anstelle gewachsener Strukturen wie der <a href="https://www.manuscriptum.de/kassiber/heimat-und-gewalt.html">Heimat</a> auf Gesinnungen und kollektive Gefühle setzen.</p>



<p>Wenn Byung-Chul Han <em>Vom Verschwinden der Rituale</em> (2019) schreibt, dann mag man dieser Niedergangsdiagnose zunächst gerade aus konservativer Perspektive vorbehaltlos zustimmen wollen. Dies gilt besonders, da das Buch glänzende Aphorismen enthält, die man bei jeder Gelegenheit zitieren kann. Etwa dieser Satz hier: „Destruktiv ist die totale Ent-Ortung der Welt durch das Globale, die alle Unterschiede nivelliert und nur Variationen des Gleichen zulässt.“</p>



<p>Dennoch irrt er sich in mehreren Punkten: Byung-Chul Han macht das „neoliberale Dispositiv“ verantwortlich für den Verfall religiöser Formen. Statt dies pauschal zu behaupten, hätte er lieber bei Eric Voegelin nachschlagen sollen. Dieser erkannte in seiner <em>Neuen Wissenschaft der Politik</em>, daß die Gnosis „von Anfang an eine Begleiterscheinung des Christentums“ und auch anderer Religionen (Judentum, Islam, Heidentum) war. Der Mensch gerät immer wieder in Versuchung, sich selbst zu einem Homo Deus aufzuschwingen. Der Endpunkt dieser Entwicklung ist jedoch nicht der Neoliberalismus, sondern ein progressiver Totalitarismus.</p>



<p>Dieser progressive Totalitarismus kann verschiedene Prägungen erhalten. Es spricht einiges dafür, sowohl den Nationalsozialismus als auch den Bolschewismus hier einzuordnen. Die Demokratie ist ebenfalls anfällig dafür, wie Voegelin wußte. Der zweite Irrtum von Byung-Chul Han ist daher die Annahme, der „Neoliberalismus“ kenne keine Rituale des Schließens und Ausgrenzens. Das stimmt nur im Hinblick auf Waren-, Kapital- und <a href="https://www.manuscriptum.de/themen/migration/voelkerwanderung.html">Menschenströme</a>.</p>



<p>Im Inneren dagegen findet die Sinnstiftung der Bessermenschen durch mehr oder weniger subtile Ausschließungsrituale statt. Der Manuscriptum-Verlag mußte sich deshalb auf der Frankfurter Buchmesse mit einer „abgelegenen Sackgasse“ <a href="https://www.fr.de/frankfurt/buchmesse-frankfurt-reagiert-anschlag-halle-polizei-fuerchtet-nachahmer-zr-13114251.html">(Frankfurter Rundschau)</a> begnügen. Die Presse machte dabei noch nicht einmal Anstalten, diesen für eine freiheitliche Demokratie unhaltbaren Zustand zu beschönigen. Nein, sie bekannte sich offen zur Richtigkeit der Verbannungsmaßnahme, weil dieses Bekenntnis die Voraussetzung dafür ist, der Gemeinschaft der Guten angehören zu dürfen.</p>



<p>Mit traditionellen Ritualen hat das zwar nicht mehr viel zu tun, aber es handelt sich immer noch um ein Ritual, wenn auch ein deformiertes. Denn erstens gibt es keine rationale Rechtfertigung für die vorgenommene Segregation. Ein Verlag, der zur „internationalen sozialistischen Revolution“ aufruft und mit der linksradikalen, vom Verfassungsschutz beobachteten MLPD sympathisiert (siehe <a href="https://michael-klonovsky.de/acta-diurna">Tagebuch</a> von <a href="https://www.manuscriptum.de/autoren/k/klonovsky-michael.html">Michael Klonovsky</a> vom 18. Oktober 2019), dürfte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung definitiv ferner stehen als die Sackgassen-Verlage.</p>



<p>Zweitens verdient die Symbolik Beachtung. Antaios-Verleger <a href="https://sezession.de/61669/buchmesse-2019-viel-stoff">Götz Kubitschek</a> erläuterte dazu bereits: „Unsere Sackgasse ist die Verlängerung eines Ganges, dessen Verlauf etwa fünfzehn Meter vor unserem Stand nach rechts abbiegt, wie eine Hauptstraße, der folgend im Straßenverkehr niemand blinken würde. (…) Die Verkehrsführung ist eindeutig, sie wird durch einen rechts sich fortsetzenden roten Teppich signalisiert, während zu uns eine Schwelle, der Wechsel auf grauen Untergrund, überwunden werden muß.“</p>



<p>Man sieht: So kommuniziert eine Gemeinschaft ohne Kommunikation, denn „man kann nicht nicht kommunizieren“ (Paul Watzlawick). Einfacher ausgedrückt: Hier werden Selbstverständlichkeiten demonstriert, die nicht als erklärungsbedürftig erachtet werden. Diese zu durchbrechen und durch „gesunde“ Selbstverständlichkeiten zu ersetzen, ist eine Herkulesaufgabe. In Deutschland stehen wir dabei weiter am Anfang des Weges.</p>



<p>In Italien dagegen gelang es <a href="https://www.manuscriptum.de/ich-bin-matteo-salvini.html">Matteo Salvini</a> am Wochenende mit spielerischer Leichtigkeit, zwischen 50.000 (Polizei) und 200.000 Menschen (Angaben des Veranstalters) zu mobilisieren, um gegen die neue Regierung zu protestieren. Ein „breites Bündnis“ von Silvio Berlusconi bis hin zu aktivistischen Gruppen hatte sich hinter ihm versammelt.</p>



<p>Wer sich fragt, wie er das schafft, sollte neben italienischen Besonderheiten die Stärken von Salvini studieren. Im Gespräch mit Chiara Giannini betont er, wovon er träume, sei ein Land, das sich „in seiner eigenen Identität wiederfindet“. Er spricht damit die notwendige Einhausung des Menschen an. Statt gebetsmühlenartig darauf hinzuweisen, daß unsere Identität bedroht ist, muß diese Verortung aber als ein anstrebenswertes Ideal vermittelt werden. Das kann Salvini mit seiner <a href="https://blog.manuscriptum.de/neue-weltunordnung-geopolitik-postdemokratie-und-propaganda/salvini-als-lehrmeister-der-rhetorik/">Rhetorik der positiven Worte</a> wie kein Zweiter.</p>



<p>Unterstützt wird sie durch gelebte Volksnähe. Auch am Sonnabend begab sich Salvini in die Menge, damit seine Anhänger Selfies mit ihm machen konnten. Er nutzt also die popkulturellen (Mikro-)Rituale der Jugend gezielt, um sich als einer von ihnen zu präsentieren. Glaubwürdig ist dieses Verhalten aber nur, weil er Politik zugleich als eine Art „Kampfkunst“ betrachtet.</p>



<p>Ziel jeder Kampfkunst ist es, sich durch das Einüben äußerer Formen, der sogenannten „Katas“, auf übermächtige Gegner einzustellen. „Man tut es vor allem für sich selbst und um andere zu verteidigen. Wenn man dann noch das Zeug zum Champion hat und die Olympiade gewinnt, Glückwunsch. Aber das ist nicht der tiefere Sinn, der dich weitermachen läßt“, erklärt Salvini seinen inneren Antrieb.</p>



<p>Er beschreibt damit eine Haltung, mit der sich tatsächlich gut leben läßt. Das sage ich jetzt nicht als Publizist, sondern als jemand, der seit 26 Jahren Karate trainiert, obwohl für mich große sportliche Erfolge stets außer Reichweite lagen.</p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Manuscriptum auf der Frankfurter Buchmesse 2018</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/manuscriptum-auf-der-frankfurter-buchmesse-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2018 11:50:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir da draußen. Verlagsgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Felix Menzel vom 30. Oktober 2018. Die diesjährige&#160;Frankfurter Buchmesse&#160;war für uns ein voller Erfolg. Trotz (oder gerade wegen?) der verordneten abseitigen Positionierung in einer &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/manuscriptum-auf-der-frankfurter-buchmesse-2018/">Manuscriptum auf der Frankfurter Buchmesse 2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
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<h5 class="wp-block-heading">von Felix Menzel vom 30. Oktober 2018.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/aa60501c1ccd8e3abdeee61d2bd5454d.jpg" alt="" class="wp-image-619" width="500" height="315" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/aa60501c1ccd8e3abdeee61d2bd5454d.jpg 1000w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/aa60501c1ccd8e3abdeee61d2bd5454d-300x189.jpg 300w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/aa60501c1ccd8e3abdeee61d2bd5454d-768x483.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure></div>



<p>Die diesjährige&nbsp;<strong>Frankfurter Buchmesse</strong>&nbsp;war für uns ein voller Erfolg. Trotz (oder gerade wegen?) der verordneten abseitigen Positionierung in einer Sackgasse, gemeinsam mit der&nbsp;<em>Jungen Freiheit</em>, in Halle 4, fanden viele Interessierte und neugierige Besucher den Weg zu uns und&nbsp;<em>TUMULT</em>. Die Möglichkeit für gute Gespräche, ausgiebiges Probe-Lesen in den jüngsten Titel und zum Stöbern im neuen Verlagsprogramm wurde zahlreich genutzt.</p>



<p>Unsere&nbsp;<strong>Diskussionsveranstaltung mit Björn Höcke</strong>, Dr. Bettina Gruber, Frank Böckelmann und Sebastian Hennig stieß auf reges Interesse nicht nur zahlreicher Medienvertreter und konnte trotz ein paar Anlaufschwierigkeiten (auch für uns war die Durchführung einer solchen Veranstaltung ein absolutes Novum) in Ruhe durchgeführt werden.</p>



<p>Dass es – abgesehen von einem zaghaften (und nach kurzer Zeit gescheiterten) Versuch – zu keinen Störungen kam, ist nicht zuletzt der guten Organisation der Buchmesse GmbH und der vorbildlichen Arbeit von Polizei und Sicherheitskräften zu verdanken.</p>



<p>Die positiven Rückmeldungen der Besucher bestärken uns in dem Gedanken, auch in Zukunft Buchveranstaltungen dieser Art zu wiederholen.</p>



<p>Zum Buch geht es&nbsp;<a href="https://www.manuscriptum.de/nie-zweimal-in-denselben-fluss-bjoern-hoecke-im-gespraech-mit-sebastian-hennig-575.html"><strong>hier entlang.</strong></a></p>



<p>Wir bedanken uns bei allen Besuchern und unseren Autoren für die gelungenen Messe-Tage!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unser Podiumsgespräch mit Björn Höcke auf der Frankfurter Buchmesse 2018</h2>



<figure><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/VCVhcDgBPKY" allowfullscreen="" width="672" height="378"></iframe></figure>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mahnwache für Manuscriptum</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/mahnwache-fuer-manuscriptum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2018 11:52:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir da draußen. Verlagsgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von Thomas Hoof vom 10. September 2018. Am 31. August sowie am 1. September (Weltfriedenstag) war das Verwaltungsgebäude der Firmengruppe des Manuscriptum-Verlegers Thomas Hoof im &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">von Thomas Hoof vom 10. September 2018.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/8899268f1aaad0538644c47589a81067.png" alt="" class="wp-image-637" width="638" height="371" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/8899268f1aaad0538644c47589a81067.png 850w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/8899268f1aaad0538644c47589a81067-300x174.png 300w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/8899268f1aaad0538644c47589a81067-768x446.png 768w" sizes="auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px" /></figure></div>



<p>Am 31. August sowie am 1. September (Weltfriedenstag) war das Verwaltungsgebäude der Firmengruppe des Manuscriptum-Verlegers Thomas Hoof im münsterländischen Lüdinghausen Ort einer DGB-<a href="http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Luedinghausen/3454270-Mahnwache-vor-Manuscriptum-Verlag-Gesicht-zeigen-gegen-Rechts">“Mahnwache gegen rechts“.</a>&nbsp;Sie galt der Tatsache, daß Manuscriptum auch „Bücher neurechter und rechtspopulistischer Autoren verlege“. Damit gemeint sind offenbar jene Verlagsautoren, die – wie zum Beispiel&nbsp;<a href="https://www.manuscriptum.de/anleitung-zum-konservativsein.html">Alexander Gauland</a>&nbsp;– der AfD angehören oder ihr nahestehen.</p>



<p>Die lokalen SPD- und DGB-Funktionäre warnten „vor den steigenden Gefahren des Rechtspopulismus in Deutschland“ und warfen Manuscriptum vor, „die Grenzen der öffentlichen Debatte immer weiter nach rechts zu verschieben“. Das taten sie im pflichtgemäßen Beisein von 10 bis 30 Lehrern, Gewerkschaftssekretären, Grün-roten Fraktionsmitgliedern und Gastgesandten aus den örtlichen Filialen des sozialindustriellen Komplexes. Alle zusammen warfen schwer besorgte Blicke auf unsere in einem großen, bachdurchflossenen Garten gelegene Gründerzeitvilla, in der aber niemand bei der Verschiebung von Debattengrenzen zu erspähen war, erstens wegen des längst eingetretenen Wochenendes (Freitag, 18:30 Uhr) und zweitens, weil die Grenzverschieberei ohnehin in Berlin stattfindet, wo der Verlag Manuscriptum nämlich seinen Sitz hat.</p>



<p>Zoomt man aus dieser Lokalpetitesse ein wenig heraus, dann ergibt sich freilich eine slapstickreife Szene: Die DGB-Gewerkschaften verloren in den letzten zwei Jahrzehnten – während derer sie von Interessenvertretern der hiesigen Arbeitnehmer zu Anwälten aller nach deutschen Sozialleistungen lechzenden Erdbewohner wurden – ein Viertel ihrer Mitglieder. Die ruhmreiche deutsche Sozialdemokratie hat im gleichen Zeitraum den Anteil ihrer Zweitstimmen an den Wahlberechtigten von 33% (1998 Schröder) auf 15% (2017 Schulz) halbiert und dürfte mit der nicht gar so großen Vorsitzenden Nahles aufs Einstellige zustreben. Beide dieser ehrwürdigen Arbeiterbewegungsinstitutionen haben sich in den letzten 20 Jahren – durch welchen Anstoß auch immer – einen Drehimplus zugezogen, der als Linksdrall eigentlich falsch bezeichnet ist: Es ist ein Schräg- oder Verquerdrall, der schon beim Zuschauen erstens Schwindel und zweitens die Gewißheit weckte: Das wird im Graben enden!</p>



<p>Dort sind beide Linksabflieger nun ausweislich der genannten Zahlen tatsächlich gelandet: in einem links der Fahrtrichtung verlaufenden Straßengraben, aus dem sie sich – „Aufstehen und Gesicht zeigen“ – mühsam aufrappeln, um, schlammgebadet und hektisch mit den Armen fuchtelnd, die spurtreue Mehrheit vor den immensen Gefahren des „rechtsabweichenden“ Geradeausfahrens und Geradeausdenkens zu warnen…: Dem Verrückten ist eben alles verrückt.</p>



<p>Daß der Staat zur Beute der Parteien wurde, ist bekannt und meinetwegen „geschenkt“… Wann aber wurden die Parteien zur Beute jener intellektuell und charakterlich schwerst herausgeforderten, gedankenfaulen und arbeitsscheuen Hohlbirnen und -birninnen, die sie jetzt allein bevölkern?</p>
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		<title>Pressearbeit als politische Verfolgung?</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/pressearbeit-als-politische-verfolgung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 09:22:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir da draußen. Verlagsgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 4. Mai 2018. Pressearbeit als politische Verfolgung?Kunkel spricht Klartext gegenüber der New York Times Thor Kunkels Roman&#160;Subs, die Vorlage für den Film&#160;HERRliche Zeiten&#160;(Deutschlandstart am &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">Vom 4. Mai 2018.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/2f483767ca37a9bd65c1c976ece5170b.jpg" alt="" class="wp-image-719" width="350" height="400" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/2f483767ca37a9bd65c1c976ece5170b.jpg 350w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/2f483767ca37a9bd65c1c976ece5170b-263x300.jpg 263w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></figure></div>



<p><strong>Pressearbeit als politische Verfolgung?</strong><br>Kunkel spricht Klartext gegenüber der New York Times</p>



<p>Thor Kunkels Roman&nbsp;<em>Subs</em>, die Vorlage für den Film&nbsp;<em>HERRliche Zeiten</em>&nbsp;(Deutschlandstart am 3. 5.), hat zu einem tektonischen Beben in den Feuilletons geführt. Der „rechte“ Autor wird als heißestes Eisen des deutschen Literaturbetriebs gehandelt und gilt doch als persona non grata. Anläßlich einer Nachfrage der&nbsp;<em>New York Times</em>&nbsp;äußert er sich selbst zu der Skandalisierung seiner Person&nbsp;<a href="http://thor-kunkel.com/?p=1117/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr lesen&#8230;</a></p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/subs.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="1000" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/180404_cover_subs_mit_st_rer_003__1.jpg" alt="" class="wp-image-720" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/180404_cover_subs_mit_st_rer_003__1.jpg 630w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/180404_cover_subs_mit_st_rer_003__1-189x300.jpg 189w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h5 class="wp-block-heading">Thor Kunkel: Subs</h5>



<p>Wohl situiert und frei von allen Sorgen leben die Rechtsanwältin Evelyn und ihr Mann Claus, ein Schönheitschirurg, in einer Villa im Grunewald. Ihr privilegierter Alltag nimmt jedoch eine neue Wendung, als die polnische Haushaltshilfe spurlos verschwindet. Auf Claus‘ ironisch-anzügliche Stellenanzeige melden sich nicht nur überqualifizierte Akademiker, sondern auch Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge, die sich dem Ehepaar tatsächlich als Sklaven anbieten. Sie sind die »Subs«, moderne Leibeigene, Haushaltsklaven vom Balkan, die ihren Herren vollständig untergeben sind.</p>



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		<title>SUBSistente Pressestimmen</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/subsistente-pressestimmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2018 09:33:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir da draußen. Verlagsgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 20. April 2018. Wenn einer schon Thor heißt! Wie sich die Zeiten doch ändern &#8230; Als Thor Kunkels Roman&#160;Subs&#160;zuerst 2011 erschien, wurde diese fröhlich-sarkastische &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">Vom 20. April 2018.</h5>



<p>Wenn einer schon Thor heißt!</p>



<p>Wie sich die Zeiten doch ändern &#8230; Als Thor Kunkels Roman&nbsp;<em>Subs</em>&nbsp;zuerst 2011 erschien, wurde diese fröhlich-sarkastische Dystopie wohlwollend, bisweilen enthusiastisch besprochen. Heute jedoch schlägt bereits die Autorschaft Wellen. Am 3. Mai kommt die&nbsp;<em>Subs</em>-Verfilmung&nbsp;<em>HERRliche Zeiten</em>, illuster besetzt u. a. mit Katja Riemann, Oliver Masucci und Samuel Finzi, deutschlandweit in die Kinos und ist schon jetzt in der Kategorie „Beste männliche Hauptrolle“ für einen Deutschen Filmpreis nominiert. Alles gut also, eigentlich. Doch erfährt die politische Verortung des Autors wie unseres Verlages, der&nbsp;<em>Subs</em>&nbsp;neu herausbringt, das übliche Flügelschlagen der hiesigen Empörungsgesellschaft. Aufgeregt ringen die Journalisten bei der Frage nach Atem, ob Bücher von Thor Kunkel verfilmt werden dürfen. Wir dokumentieren die ersten Beiträge zu Buch und Film hier:</p>



<p><a href="http://www.zeit.de/2018/17/herrliche-zeiten-kinofilm-oskar-roehler-thor-kunkel-konflikt">http://www.zeit.de/2018/17/herrliche-zeiten-kinofilm-oskar-roehler-thor-kunkel-konflikt</a></p>



<p><a href="https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article175632430/Oskar-Roehler-Dass-Thor-Kunkel-sich-ausgegrenzt-fuehlt-kann-ich-schon-verstehen.html">https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article175632430/Oskar-Roehler-Dass-Thor-Kunkel-sich-ausgegrenzt-fuehlt-kann-ich-schon-verstehen.html</a></p>



<p><a href="http://www.ardmediathek.de/radio/Fazit-Kultur-vom-Tage/HERRliche-Zeiten-Berlin-Premiere-des-/Deutschlandfunk-Kultur/Audio-Podcast?bcastId=42945138&amp;documentId=51920690">http://www.ardmediathek.de/radio/Fazit-Kultur-vom-Tage/HERRliche-Zeiten-Berlin-Premiere-des-/Deutschlandfunk-Kultur/Audio-Podcast?bcastId=42945138&amp;documentId=51920690</a></p>



<p><a href="https://www.tagesspiegel.de/kultur/herrliche-zeiten-von-oskar-roehler-unterwerfung/21231938.html">https://www.tagesspiegel.de/kultur/herrliche-zeiten-von-oskar-roehler-unterwerfung/21231938.html</a></p>



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<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:23% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.manuscriptum.de/subs.html"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="1000" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/180404_cover_subs_mit_st_rer_003__1-2.jpg" alt="" class="wp-image-725" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/180404_cover_subs_mit_st_rer_003__1-2.jpg 630w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/08/180404_cover_subs_mit_st_rer_003__1-2-189x300.jpg 189w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h5 class="wp-block-heading">Thor Kunkel: Subs</h5>



<p>Wohl situiert und frei von allen Sorgen leben die Rechtsanwältin Evelyn und ihr Mann Claus, ein Schönheitschirurg, in einer Villa im Grunewald. Ihr privilegierter Alltag nimmt jedoch eine neue Wendung, als die polnische Haushaltshilfe spurlos verschwindet. Auf Claus‘ ironisch-anzügliche Stellenanzeige melden sich nicht nur überqualifizierte Akademiker, sondern auch Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge, die sich dem Ehepaar tatsächlich als Sklaven anbieten. Sie sind die »Subs«, moderne Leibeigene, Haushaltsklaven vom Balkan, die ihren Herren vollständig untergeben sind.</p>



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		<title>Frankfurter Buchmesse. Eine Nachbetrachtung.</title>
		<link>https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/frankfurter-buchmesse-eine-nachbetrachtung-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[supervisor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2017 12:27:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir da draußen. Verlagsgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>von H. Hoof vom 15. Oktober 2017. Der Stand der Manuscriptum-Verlage auf der Frankfurter Buchmesse wurde in der Nacht zum 13. Oktober von unbekannten Anhängern &#8230; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.manuscriptum.de/wir-da-draussen-verlagsgeschichten/frankfurter-buchmesse-eine-nachbetrachtung-2/">Frankfurter Buchmesse. Eine Nachbetrachtung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.manuscriptum.de">Manuscriptum</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h5 class="wp-block-heading">von H. Hoof vom 15. Oktober 2017.</h5>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/d806e154e268d60619049af788606138-1-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-681" width="512" height="342" srcset="https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/d806e154e268d60619049af788606138-1-1024x683.jpg 1024w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/d806e154e268d60619049af788606138-1-300x200.jpg 300w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/d806e154e268d60619049af788606138-1-768x512.jpg 768w, https://blog.manuscriptum.de/wp-content/uploads/2020/07/d806e154e268d60619049af788606138-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure></div>



<p>Der Stand der Manuscriptum-Verlage auf der Frankfurter Buchmesse wurde in der Nacht zum 13. Oktober von unbekannten Anhängern der Meinungsfreiheit ausgeräumt und demoliert. Schon einen Tag zuvor war der Stand des Verlags Antaios Ziel eines Angriffs gewesen.</p>



<p>Zum Messebeginn hatte sich der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Alexander Skipis in einer&nbsp;<a href="https://www.boersenverein.de/1378506/?t=newsletter_tnl">öffentlichen Erklärung</a>&nbsp;unter exzessivem Gebrauch der Vokabeln „Meinungsfreiheit“, „Vielfalt“, „Toleranz“ als Fremdenführer zu den vorgeblich rechten Sehenswürdigkeiten unter den Ausstellern der Messe betätigt und dazu aufgerufen, diesen Verlagen gegenüber „Haltung zu zeigen“.</p>



<p>Manuscriptum wurde dabei als eine von drei besonderen Attraktionen mit Halle und Standnummer benannt. Alexander Skipis war, bevor er beim Börsenverein unterschlüpfte, in Diensten der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth und des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Schon seine Berufung im Jahre 2005 weckte den Verdacht, sie sei ein weiterer Schritt bei der Verschränkung der kulturellen mit der politischen Sphäre, die mittlerweile in der Vergemeinschaftung von Politik, öffentlich-rechtlichen und Mainstream-Medien als eine Art von „Bandenbildung“ erscheint.</p>



<p>Hochgerühmt wird Herr Skipis von seinem Börsenvereins-Vorstand vor allem wegen seiner stets spiegelblank polierten Schuhe. Auf solchen schritt er bei Messebeginn „spontan“ an der Spitze einer Handvoll zweckentfremdeter Mitarbeiter durch die Gänge der Messe und ließ dabei Schilder mit der Aufschrift „Freiheit und Vielfalt“ und „Gegen Rassismus“ tragen. Eine schöne Inszenierung. Nur wann genau endete sie?</p>



<p>Die Messe Frankfurt unterhält ein Operation and Security Center (OSC), das bei laufenden Veranstaltungen rund um die Uhr mit bis zu 150 Sicherheits-Mitarbeitern besetzt ist. Hallen und Gelände sind mit modernster Gebäudeleit- und Sicherheitstechnik ausgestattet und selbstverständlich videoüberwacht. Ist es da tatsächlich denkbar, daß in der Nacht Toleranzbeflissene zentnerweise Bücher aus einer der vier Hallen wegschleppen können, ohne daß ein menschlicher oder technischer Detektor Alarm schlägt – zumal das nächtliche Wegschleppen von Büchern und die Deponierung eines Sprengkörpers sich in den logistischen Abläufen nicht sonderlich unterscheiden. Konnten also der Dieb in der Nacht und die Beraubung zweier seiner Standmieter und Geschäftspartner vom Veranstalter der Messe wirklich völlig unbemerkt bleiben?</p>



<p>Oder müssen wir, lieber Herr Skipis, von einer Bandenbildung auch im ursprünglichsten Sinne der Räuberbande ausgehen? Befreien Sie uns bitte bald von diesem drückenden Verdacht.</p>



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